Bis Ende 2019 befand sich dieser besondere „Schrottplatz“ mitten in einem Wohngebiet, auf dem GelƤnde einer ehemaligen Zeche, in Belgien. Allerdings handelte es sich hierbei nicht um einen Schrottplatz im herkƶmmlichen Sinne, sondern wie der Name schon vermuten lƤsst um ehemaliges MilitƤrequipment. Hier lagerten u.a. tonnenweisen Panzerketten, Fahrzeugachsen, Granathülsen bis hin zu einer Artilleriegranate. Es war schon eine ganz besondere Location, die man nicht alle Tage sieht.
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Alte Hauptpost
Kurzmitteilung
Dieses wunderschƶne und unter Denkmal stehende GebƤude, aus dem Jahre 1927, stellt ein wichtiges Zeugnis der Architektur der 20er Jahre dar. Bis in den spƤten 90iger Jahren 2009 war hier zunƤchst die Deutsche Reichspost und spƤter die Deutsche Post untergebracht. Hier befand sich nicht nur die Verwaltung, sondern von hieraus wurde u.a. auch der der Personaleinsatz geplant und der Fuhrpark organisiert.
Nach Ende der Nutzung wurden teilweise die RƤume gewerblich genutzt. Doch seit 2009 steht dieses Schmuckstück nun leer. Auch gibt es seit Jahren immer wieder neue Ćberlegungen der Vermietung, Verpachtung oder eines Umbaus, doch bis heute wurde davon leider nichts umgesetzt.
Schutzbunker II
Kurzmitteilung
Und wieder einen Schutzbunker für insgesamt 47 Personen gefunden. Durch viel Recherche und Auslesen alter Pläne kam dieses Schmuckstück vor meine Kamera. Viele Informationen liegen nicht vor.
Ursprünglich sollte er bereits während des 2. Weltkrieges als Schutz dienen, allerdings wurde er dort nicht benötigt. Als Ende der 1950er die Bundesregierung beschloss ein Bunkerprogramm aufzulegen, wurde dieser hier auf den aktuellen Stand gebracht, um für die Folgen eines Atomkriegs gerüstet zu sein. Im schlimmsten Fall allerdings hätte er aber kaum Schutz geboten, den die Toiletten waren nicht installiert und auch die Wasserversorgung war nicht sicher gestellt.
Metzgerei P.
Kurzmitteilung
In diesem GeschƤft wurde mehr als 100 Jahre eine Metzgerei, in der Mitte eines kleinen Ortes in NRW, betrieben und steht nun seit 2013 leer. In den Jahren wechselte mehrfach der Besitzer, doch der alte Schriftzug blieb. Drinnen, hinter der blitzblank geputzten Glastheke, stecken noch die Preisschilder und die alte Registrierkasse erholt sich von der Arbeit vergangener Jahre.
Besonderes Augenmerk liegt auf dem, unter Denkmalschutz stehenden GebƤude, welches 1883 erbaut wurde. Diese interessante Melange aus Bauhaus und Jugendstil hat aber leider bis dato keinen Investor gefunden, der diesem groĆartigen GebƤude neues Leben einhauchen mƶchte.
Aegidium – Der Diamant-Palace
Kurzmitteilung
Was für ein hammermƤssiger Ort, einfach nur WOW!!! Dieses 1905 erbaute Theater war einst ein Hotspot für ausschweifende NƤchte und Partys und beherbergte grandiose Shows, filmische Darstellungen und GemeindeaktivitƤten. Der 3.260 m² groĆer architektonische Komplex mit seinen üppigen Dekorationen und fantasievoller Schriften schafften ein orientalisches Ambiente wie aus Tausendundeiner Nacht.
In den 1920er Jahren war der imposante maurische Fest- und Vergnügungssaal, auch Diamant-Palace genannt, ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt und beherbergte neben Garderoben auch ein Raucherzimmer, ein Café und einen Ballsaal im Louis XV Stil. 1933 wurde das Gebäude vom Architekten Léon Denis zu einem Kino umgebaut, bevor er Anfang der 1980er Jahre in Vergessenheit geriet.
Adega Cooperativa de Lagoa
Kurzmitteilung
Zufallsfund während meines letzten Urlaubes in Portugal. Diese Weinabfüllanlage des zahlreich prämierten Weingutes Adega Cooperativa de Lagoa wird schon etwas länger nicht mehr genutzt. Warum und weshalb das Weingut die Anlage geschlossen hat konnte ich leider nicht herausfinden, aber ich gehe einmal davon aus, dass an anderer Stelle eine neue eröffnet wurde. Denn das Weingut zählt zu den besten Weingütern an der gesamten Algarve und existiert bereits seit 1944.
Die Grotten von St. Pieter
Kurzmitteilung
Heute mal wieder etwas Geschichtliches š Unter Hollands hƶchstem Berg, dem St. Pietersberg bei Maastricht, befinden sich fast 80 Kilometer lange unterirdische GƤnge. Diese entstanden in fast 800 Jahren durch den Abbau von Kalksandstein, auch Mergel genannt. An den WƤnden dieses wahnsinnigen Labyrinths findet man auch noch Hack- und SƤgespuren, die die Blockbrecher/ Steinhauer hier im Laufe der Zeit zurücklieĆen, Holzkohle-Aufschriften und -Zeichnungen sowie Skulpturen.
Die unterirdischen GƤnge und Hƶhlen dienten gleich mehrfach als Zufluchtsort für Mensch und Tier wƤhrend diverser Kriege. Im 2. Weltkrieg dienten die Grotten zudem auch als Lazarett, Bunker sowie Versteck von KunstschƤtzen und anderen wertvollen GegenstƤnden, darunter auch Rembrandts āDie Nachtwacheā.
NƤhere Informationen sowie Buchungen unter: maastricht underground
Kreidefabrik am Fluss
Kurzmitteilung
Immer weniger Bedeutung hatte irgendwann die traditionelle Keramik-Industrie dieser niederlƤndischen Stadt. Mergelstein, der hauptsƤchliche Rohstoff für die Herstellung von Keramik, wurde aus dem benachbarten Berg gewonnen. Aber nach 175 Jahren endete die Ćra 2009 gƤnzlich und somit war auch die Daseinsberechtigung für diese hier gezeigte Kreidefabrik nicht mehr vorhanden.
Leider konnte ich keine weiteren Informationen bekommen, daher nur ein paar Eindrücke dieses Produktionsortes. Auf jeden Fall klebt Kreide an den FuĆsohlen hƶllisch! š
Futterstoff-Hersteller W.
Kurzmitteilung
Jähes Ende einer 177 Jahre währenden Familiendynastie! Das Familienunternehmen wurde 1839 als Weberei für hochwertige Seidenstoffe gegründet. 1855 wurden diese Stoffe auf der Weltausstellung in Paris prämiert und das Unternehmen trat seinen weltweiten Siegeszug an.
Nach dem Tod der Gründer (1898) übernahmen seine Söhne den Betrieb und bauten diesen kontinuierlich aus. So entstanden in den Jahren u.a. das Kontorgebäude sowie eine moderne Fabrikanlage inkl. eigener Krafterzeugung, Schreinerei, Rietmacherei, Schlosserei und ein Garagengebäude. Nach Ende des 2. Weltkrieges wurde das gesamte Unternehmen umfassend modernisiert und der Maschinenbestand auf den neusten Stand der Technik gebracht. Der Futterstoff-Hersteller expandierte weiter, die nächste Familiengeneration stieg ein und eröffnete diverse Tochtergesellschaften mit unterschiedlichen Produktionsschwerpunkten.
Im Laufe der Jahre wurde die Konkurrenz aus dem Ausland immer grƶĆer, die Auftragslage verschlechterte sich zusehends und das Unternehmen fuhr hohe Verluste ein. Als 2016 auch noch die Hausbank die Kreditlinie kündigte, musste der einzige in Deutschland verbliebene Produzent von hochwertigen Futterstoffen für die Bekleidungsindustrie Insolvenz anmelden. Das Unternehmen war nicht mehr wettbewerbsfƤhig.
Aktuell werden die Fabrikgebäude gerade abgerissen und das Gelände einer neuen Bestimmung zugeführt.
Hospital C.
Kurzmitteilung
Bereits seit 2016 steht dieses Krankenhaus leer. Mehr als 50 Jahre war das Hospital Anlaufpunkt für Kranke und Verletzte. Hunderte von Mitarbeitern haben auf den Stationen der Chirurgie, Urologie, Endoskopie und der Radiologie ihren Dienst verrichtet – doch nun sind diese Zeiten vorbei.
Eigentlich sollten bereits Ende 2017 die Umbauten zu einem Seniorenheim beendet sein, doch die Planungen verzƶgerten sich merklich. 2020 machte den Bauplanern zudem die Corona-Pandemie einen Strich durch die Rechnung und das GebƤude diente zwischenzeitlich als Impfzentrum. Doch nun ist es entkernt und wartet auf seine neue Bestimmung.
Land van Ooit
Kurzmitteilung
Das Land von Ooit war ein ehemaliger, kleiner Freizeitpark bei unseren Nachbarn in den Niederlanden. Der gesamte Park umfasste anfangs eine Fläche von ca. 34 ha und wurde 1989 gegründet. Nach wiederholten Zahlungsunfähigkeiten wurde der Freizeitpark im November 2007 geschlossen.
Ćberall sieht man noch Spuren des alten Parks, wie z. B. die knallblauen Laternen und Brücken, die angelegten Wege und die Schienen der kleinen Eisenbahn, die hier früher einmal durch den Park gefahren ist. Rund um das Schloss kann man durch den Wald laufen. Bekannt wurde das Land von Ooit durch jene Figuren, die die āSchlacht von Waterlooā darstellen. Napoleons Soldaten sollen laut einer fingierten Geschichte das Land von Ooit angegriffen haben und wurden verhext, sodass diese zu Statuen wurden und langsam im Wasser versunken sind.
Mittlerweile befindet sich das gesamte GelƤnde im Umbau. Lt. Bebauungsplan sollen auf dem GelƤnde 226 Wohnungen und Pflegewohnungen entstehen. Das angrenzende Herrenhaus/ Schloss wurde bereits als VerwaltungsgebƤude umstrukturiert.
Krankenstation für Jugendliche und Kinder
Kurzmitteilung
Besuch auf einer weiteren Station auf dem weitlƤufigen KlinikgelƤnde für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik einer Kleinstadt. Diese Station war auch unter dem Namen „Haus 5“ bekannt. Zuletzt wurde diese als Krankenstation für Jugendliche und Kinder genutzt.
Bekannt ist lediglich, dass Anfang 1905 die Heil- und Pflegeanstalt gegründet wurde. Die Station wird mit Sicherheit ebenfalls mehrere unterschiedliche Nutzungen über die Jahre erlebt haben. Nach vielen Jahren Leerstand wurden nun die RƤumlichkeiten saniert und zu Wohnungen, unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes, umgebaut. š
Siehe auch:
RUbug – Festival für urbane Kunst
Im Mai 2022 fand, nach mehr als zehn Jahren des Leerstandes, in der Zeche Westerholt in Gelsenkirchen, das RUbug – Festival statt.
Mehr als 60 internationale Künstler*innen aus zehn Ländern haben der verlassenen Zeche, für eine begrenzte Zeit, noch einmal neues Leben eingehaucht. Mit Hilfe von Sprühdosen, Holz, Lack und Streichfarben erlebten Besucher eine Symbiose aus Geschichte, Kunst und Architektur. Die Zeche war Star der Ausstellung und diente zugleich als Objekt für Rauminstallationen, Malereien, Bildhauereien und weiteren künstlerischen Darbietungen. Hier verbindet sich moderne, urbane Kunst mit dem Bergbauerbe der Region und schafft so eine Schnittstelle zwischen der Vergangenheit und der Zukunft der Zeche Westerholt.
Schade nur, dass das RUbug – Festival keine dauerhafte Einrichtung ist, es hat mega viel SpaĆ gemacht.
Versunkener Aalschokker
Dieser versunkene Aalschokker kommt nur bei Niedrigwasser zum Vorschein und zieht die Menschen magisch an.
Das Schiff soll ca. 1906 erbaut worden sein. Angeblich ist der Eigentümer bis in die 1990er Jahre mit dem Schokker seinem Beruf als Fischer nachgegangen. Dann sei er in ein Familiendrama verwickelt gewesen und musste mehrere Jahre ins GefƤngnis. Nach der Haftzeit versuchte er Geld aufzutreiben, um das Schiff heben zu kƶnnen – leider ohne Erfolg. Was aus ihm geworden ist, ist leider nicht bekannt.
Schokker ist übrigens ein niederländischer Schifftyp und wurde hauptsächlich zum Fischfang eingesetzt. Besonders typisch ist dabei der sog. Schokkerbaum, eine ausschwenkbare Vorrichtung zum Fischfang mit Schleppnetzen. Diese Schiffstypen werden vereinzelt noch auf dem Rhein zum Aalfang eingesetzt.
Ford Mustang – Burger Patrol
Kurzmitteilung
Ehemalige Lagerhallen einer Spedition
Die hier gezeigten GebƤudeteile sind die Ćberreste einer namhaften Spedition und dienten bis weit in die 60er und 70er Jahre als Umschlagsplatz und Lagermƶglichkeiten für u.a. Getreide, getrocknete Erbsen, Bohnen und Linsen, Reis, Milchpulver und Fleischkonserven.
In den 80er/90er Jahren veränderte sich im Speditionswesen und es wurden neue, einfacherer Wege für die Binnenschifffahrt und deren Verladung von Gütern genutzt. Die Umsätze gingen konstant zurück und die Getreideetagenläger und das damals noch vorhandene Silo wurden nicht mehr benötigt und später abgerissen.
Die heute noch vorhandenen GebƤudeteile sind mittlerweile sehr marode und durch einige BrƤnde sehr in Mitleidenschaft gezogen. Der neue Besitzer wartet aktuell auf die Abrissgenehmigung, dann wird an das einstige Familienunternehmen nichts mehr erinnern.
Fort Aubin-Neufchâteau
Die hier gezeigte belgische Festung wurde zwischen 1935 und 1940 erbaut und war die östlichste Anlage des Festungsrings rund um Lüttich. Hauptaufgabe war die Sicherung der Stadt Lüttich mit Unterstützung der Forts im Norden und Süden von Eben-Emael und Battice. Unter dem Befehl des Kapitän-Kommandanten Oscar d“Ardenne bestand die Besatzung aus 14 Offizieren und 542 Unteroffizieren und Soldaten.
Die schnelle Offensive der Deutschen führte an Fort Aubin-NeufchĆ¢teau vorbei, wƤhrend das Fort Eben-Emael von deutschen Luftlandetruppen schnell kampfunfƤhig gemacht wurde. Der Kommandant von Aubin-NeufchĆ¢teau, kapitulierte am 21. Mai 1940, 17:05 Uhr. Nach der Eroberung besetzte die deutsche Wehrmacht das Fort und testete dort die sogenannte āRƶchlinggranateā . Diese Granaten sollte Stahlbetonmassen von Forts durchschlagen – Spuren sind auch heute noch dort zu finden.
Siehe auch:
Wollseifen – Das tote Dorf in der Eifel
Mitten in der Eifel liegt, unweit der ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang, das „tote“ Dorf Wollseifen. 1946 mussten die damaligen Einwohner, auf GeheiĆ des britischen MilitƤrs, binnen 3 Wochen ihre Heimat verlassen. Auf dem umliegenden GelƤnde wurde der Truppenübungsplatz Vogelsang angelegt und 1950 dem belgischen MilitƤr übergeben. Es bietet sich dem Besucher ein recht skurriles Bild zwischen alten GemƤuern und Ćbungsplatz. Nach Aufgabe des Truppenübungsplatzes, am 1. Januar 2006, ist das Dorf wieder für die Ćffentlichkeit zugƤnglich.
Geisterdorf Doel
Nur noch ein kleiner Zubringer lƤsst erahnen, dass der kleine Ort Doel in Flandern/ Belgien überhaupt noch existiert. Die StraĆen sind leer, das Dorf ist dem Untergang geweiht ist. Nur noch wenige Einwohner halten sich dort auf, betreiben u.a. ein kleines Kaffee samt Kiosk und kƤmpfen mit vielen ehemaligen Bewohnern und Interessierten für den Erhalt. Auch die Windmühle hinter dem Deich, eine der Ƥltesten in Flandern, wird wohl nicht bleiben.
Doel liegt genau in Sichtweit des Pannen-Atomkraftwerkes Doel und Europas grƶĆtem Hafen in Antwerpen. Und genau dies ist auch der Grund, warum die kleine Stadt weichen muss. 1998 beschloss das flƤmische Parlament das Ende von Doel, weil für Antwerpens Hafen eine neue Schleuse gebaut werden musste und das neue Dock für die Container-Riesen Platz benƶtigt. Aber wie einst ein kleines, berühmtes gallische Dorf, kƤmpft auch Doel ums Ćberleben.
In der Zwischenzeit wurde der Ort aber auch zum Treffpunkt von Schaulustigen, Tagestouristen, StreetArt-, PaintBrush- und Graffiti-Künstlern. Unter anderem finden sich zwischen baufƤlligen GebƤuden und vernagelten Türen und Fenstern Werke von ROA, Jeroen Janssen, BING AIDA, Kifes u.v.m. ā Der Kampf geht weiter!
Fortress of Mimoyecques
Diese geheime, deutsche Basis des Zweiten Weltkriegs mit den Codenamen āWieseā und āBauwerk 711ā wurde von Frühjahr 1943 bis Sommer 1944 von mehr als tausend Zwangsarbeitern gebaut. Sie gehƶrt bis heute zu einer der beeindruckendsten deutschen MilitƤreinheiten, die Hitler sich vorgestellt hat. Ziel war es von hier aus das etwa 160 km entfernte London aus fünfzig 140 m langen V3-Geschützrohren (eine Mehrfachladungswaffe) zu beschieĆen.
Es war geplant zwei solcher Batterien zu bauen. Aber lediglich der heute noch zugƤngliche Teil wurde teilweise fertig gestellt. Der westliche Teil musste bereits im November 1943 nach starken Bombardierungen aufgegeben werden. Noch vor dem ersten Schuss der Deutschen auf London wurde der Bunker am 6. Juli 1944 bei einem britischen Luftangriff durch Tallboy-Fliegerbomben so stark beschƤdigt, dass das Projekt aufgegeben wurde. Im Mai 1945 wurde die Anlage auf Befehl von Winston Churchill in die Luft gesprengt.
HMS Crested Eagle
Ćberreste der HMS Crested Eagle (erbaut 1925) einem ehemaligem Raddampfer, der im zweiten Weltkrieg als Minensuchboot eingesetzt wurde. Bei der Schlacht um Dünkirchen (26. Mai bis 4. Juni 1940) wurde das Schiff, wie zahlreiche andere auch, zur Evakuierung von britischen und franzƶsischen Soldaten eingesetzt. Unter dem Codenamen „Operation Dynamo“ wurden über 338.226 Soldaten gerettet, als die deutsche Wehrmacht die Hafenstadt eingekesselt hatte. Genau in dieser Phase wurde die Crested Eagle von einem gegnerischen Geschoss getroffen und sank.
Siedlung der NotfallhƤuser
Gezeigt wird hier eine kleine Siedlung in einer Kreisstadt. Hierbei handelt es sich um eine Ansammlung von NothƤusern, die 1934 erbaut wurden. Damals herrschte eine groĆe Wohnungsnot und mit der Errichtung von Not- und Behelfswohnungen sollten Familien eine kostengünstige Wohnmƶglichkeit ermƶglicht werden. In den dazugehƶrigen GƤrten konnten die Mieter Obst und Gemüse für den tƤglichen Bedarf selbst anzubauen. Die kleinen HƤuser sind in einem teilweisen sehr schlechten Zustand. Manche stehen bereits seit Jahren leer, es brƶckelt der Putz von den WƤnden oder die Farbe blƤttert ab.
2015 wollte der Eigentümer des GelƤndes die Siedlung abreiĆen lassen. Doch mit Hilfe des Vereins für Heimatpflege konnte dies verhindert werden und die Siedlung wurde unter Denkmalschutz gestellt. Was in Zukunft mit der kleinen Siedlung geschehen wird ist bis dato vƶllig offen.
Bahnbetriebswerk L.
Die Reste des hier gezeigten Bahnbetriebswerkes stammen aus dem Jahr 1916, der dazugehƶrige Bahnhof wurde bereits 1841 erƶffnet. Zu den Aufgaben eines Betriebswerkes gehƶren u.a. die Wartung und Reparatur der genutzten Lokomotiven. Ende 1994 wurde das Werk stillgelegt und aufgegeben.
Nach der Stilllegung wurde ein GroĆteil der Anlage demontiert und fand in anderen Betriebswerken einen neuen Nutzen. Seitdem verfƤllt das GelƤnde und mit ihm die GebƤude. Die beiden Wassertürme, die bereits von Weitem zu sehen sind, stehen unter Denkmalschutz, aber auch diese leiden zusehends unter dem Verfall. Insgesamt ist das Bahnbetriebswerk, nach einem Brand in Jahre 2014, in einem sehr schlechten Zustand.
Giant Machines
Trinitatiskirche
Nicht richtig lost, aber ein GebƤude mit Geschichte. Die Trinitatiskirche ist ein als Ruine erhaltenes KirchengebƤude in Dresden. Die Kirche wurden von 1888 – 1893 erbaut und war die Heimat der Trinitatisgemeinde. Bei der Bombardierung Dresdens im Februar 1945 brannte das Kirchenschiff vƶllig aus. Der Dachstuhl und die Innenausstattung wurden vollstƤndig zerstƶrt. Nur der Turm samt GelƤut wurde wenig beschƤdigt. Nach vielen Jahren Kampf und Mühen wurde die Kirche enttrümmert und teilweise wieder hergestellt. Heute finden in der Ruine gelegentlich Messen, Konzerte und andere Veranstaltungen statt.