Rex Theater

Kurzmitteilung

Zeitreise zurück in die 1950iger Jahre der Stadt Viersen! Damals unterhielten meine Großeltern neben ihrem Kneipen- und Restaurantbetrieb, dem Schützenhof, auch noch Viersens erstes Kino in der Nachkriegszeit.

Nach dem Krieg wandelten viele Gastwirte ihren Tanzsaal in Kinos um und statteten sie mit Stuhlreihen, Bühne, Leinwand und Vorführgerät aus. Die Bürger liefen ihnen förmlich „die Bude ein“ und erfreuten sich am Kinovergnügen. Knapp 10 Jahre unterhielten sie das Kino, bevor größere und modernere Kinos ihnen den Rang abliefen. Seit dieser Zeit erlebte das Gebäude viele unterschiedliche Nutzungen. 2020 wurde es leider abgerissen, heute stehen an selbiger Stelle mehrere Einfamilienhäuser.

Zeche W.

Kurzmitteilung

Die Zeche W. war ein großes und bekanntes Steinkohlebergwerk welches 1910 seinen Betrieb aufnahm. Nach dem Krieg wurde ein neuer Schacht mit geschlossenem Förderturm errichtet und die Zeche umfangreich modernisiert. Teilweise erreichte die Zeche eine Fördermenge von 3,05 Mio. Tonnen Steinkohl. Es folgten in den anschließenden Jahren weitere zahlreiche Umbauten und Modernisierungen.

Mit der Abschaffung des „Kohlepfennig“ 1995 musste der Staat aus eigener Finanzkraft die Subventionierung übernehmen, da die Deutsche Kohle international nicht mehr konkurrenzfähig war. Auf Forderung der EU musste Deutschland zudem bis 2018 aus dem subventionierten Kohlebergbau aussteigen. Am 19. Dezember 2008 stellte im Zuge dessen schließlich auch die Zeche W. ihren Betrieb ein.

Heute ist bereits ein Großteil der gesamten Anlage abgerissen, ein geringer Teil soll aber für die Nachwelt erhalten bleiben.

Siehe auch:

RUbug – Festival für urbane Kunst

Fort Barchon

Kurzmitteilung

Fort Barchon war eines der zwölf belgischen Forts des inneren Festungsringes einer großen belgischen Stadt. Es wurde 1888 erbaut. Die Festung spielte sowohl im Ersten Weltkrieg als auch im Zweiten Weltkrieg eine Rolle. Seine taktische Aufgabe bestand in erster Linie darin dem Gegner den Zutritt in die Stadt zu verwehren.

Das Fort wurde sofort in den ersten Tagen des Ersten Weltkrieges von den deutschen Truppen belagert und noch vor dem ersten Einsatz des schweren Belagerungsgeschützes Dicke Bertha durch einen Sturmangriff unter hohen Verlusten eingenommen. Vor dem Zweiten Weltkrieg wurde das Fort nochmals deutlich verstärkt. Am 18.05.1940 geriet die Festung unter so schweren Beschuss durch einen Pionier- und Infanterieangriff der deutschen Wehrmacht, dass im Laufe des Tages die weiße Fahne gehisst wurde. Heute ist das Fort noch vollständig erhalten und wird zurzeit umgebaut.

Siehe auch:

Fort Aubin-Neufchâteau

Fort Tancrémont

Fort Eben-Emael

Stadtbad L.

Kurzmitteilung

Am 14. Juli 1916 wurde dieses Juwel der Baukunst eröffnet und galt als das schönste und modernste Bad Europas. Zu damaliger Zeit war dies ein sehr außergewöhnlicher Bau mit monumentaler Weiträumigkeit. Der Architekt Otto Wilhelm Scharenberg hat sich bei diesem eindrucksvollen Gebäude am so genannten neomaurischen Stil orientiert, der nach dem Vorbild des Orients gebaut wurde. Die Architektur ist bis heute beeindruckend.

Zutritt erfolgte hier in drei verschiedenen Gruppen – Herren, Damen und Hunde. Diese wurden strikt getrennt und somit gab es eine Schwimmhalle für Männer, eine etwas Kleinere für Frauen und ein Hundebad im Keller, welches später jedoch zu einem Therapiebecken für Kinder umgebaut wurde. Das Schwimmbecken der Männer, mit Drei-Meter-Sprungbrett und der einzigartigen Wellenanlage ausgestattet blieb bis in die 1920er Jahre nur den Männern vorbehalten. Dafür konnten sich die Damen in ihren eigenen exklusiven Erholungsbereich – der orientalischen Sauna – erholen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte das Bad wieder in Betrieb genommen werden. Trotz umfangreicher Restaurierungen in den 1980er konnte man das Bad im Jahr 2004 aufgrund baulicher Mängel nicht mehr retten und es musste geschlossen werden. Seit 2005 versucht die Stadt, das Gebäude zu verkaufen.

Opel Jagdvilla

Kurzmitteilung

Gut versteckt, mitten in einem dichten Waldgebiet, liegt das ehemalige Jagdhaus Opel mit knapp 2000m² Grundstück. Einst gehörte es dem berühmten Fabrikanten Fritz Opel. Das Familienanwesen wurde 1912 erbaut und nach dem Zweiten Weltkrieg durch die US-amerikanische Besatzungsmacht beschlagnahmt und als Außenstelle des Militärs genutzt. Berühmteste Bewohnerin war, für eine kurze Zeit, die deutsche Flugkapitänin Hanna Reitsch.

Anschließend wurde das Anwesen, neben mehreren anderen Gebäuden in der Nähe, für die Gründung der „Organisation Gehlen“, dem späteren BND genutzt. Nach jahrzehntelangem Leerstand und einem langen Streit zwischen den Opel-Erben mit der Bauaufsicht im Hochtaunuskreis ist das Jagdhaus mittlerweile abgerissen worden. Mit ihm verschwindet auch ein Stück Rüsselsheimer Opel-Geschichte.

Fort de la Chartreuse

Kurzmitteilung

Das gleichnamige belgische Fort wurde zwischen 1817 und 1823, an der Stelle eines ehemaligen Klosters des Kartäuserordens, erbaut und hat im Laufe der Jahre zahlreiche Veränderungen erfahren. Früher waren hier bis zu 3000 Soldaten stationiert. Die Festung wurde 1891 stillgelegt und als Kaserne umfunktioniert. Von 1914 bis 1918 und von 1940 bis 1944 diente es als deutsches Gefängnis. Von 1944 bis 1945 nutzten amerikanische Truppen die Gebäude als Lazarett. Die Armee verließ das Gelände 1988.

Heute wird das Gelände langsam von der Vegetation zurückerobert. Auch urbane Entdecker und Graffiti-Künstler haben ihre Spuren hinterlassen und das verlassene Fort de la Chartreuse in eine sich ständig verändernde Street-Art-Galerie verwandelt.

Fort Eben-Emael

Kurzmitteilung

Ausgestattet mit mehreren Geschütztürmen, Kasematten, über fünf Kilometern unterirdischer Gänge, mehr als 1.200 belgischen Soldaten und einem oberirdischen Dach von fast einem halben Quadratkilometer galt Eben-Emael als die bis dahin größte Einzelfestung der Welt. Eben-Emael gehörte im zweiten Weltkrieg zum erweiterten Festungsring rund um Lüttich. Sie war die belgische Antwort auf die Erfahrungen des Ersten Weltkriegs, eines Durchstoßens Belgiens durch deutsche Truppen mit dem Ziel Frankreich und ergänzte so auch die französische Maginot-Linie.

Das Fort wurde am 10. und 11. Mai 1940 im Zuge des Westfeldzuges von einem deutschen Kommando, gelandet mit Lastenseglern, mittels neuartiger Hohlladungen der deutschen Luftlande-Pioniere erobert und anschließend eingenommen. Der Kampf war ein entscheidender Sieg für die deutschen Truppen. Die Luftlandetruppen erlitten zwar Verluste, es gelang aber, die Brücken bis zur Ankunft der deutschen Kräfte zu halten. Der Besitz des Forts trug maßgeblich zum Erfolg des Westfeldzugs bei. Seit 1999 ist Eben-Emael ein Museum und zeigt gelebte Geschichte. Mehr Informationen unter: Fort Eben-Emael

Siehe auch:

Fort Aubin-Neufchâteau

Fort Tancrémont

Fort Barchon

Haus des Landwirten und Jägers

Kurzmitteilung

Seit Jahren steht dieses nette Schmuckstück schon leer. Der einstige Besitzer lebt noch, wohnt aber nicht mehr dort, weil er das Gehöft aus Altersgründen nicht mehr bewirtschaften kann. Allerdings schaut er immer noch in regelmäßigen Abständen nach dem Rechten. Seine Leidenschaft zur Jagd hat er auch im hohen Alter nicht verloren, die Ländereien wurde bereits vor Jahren anderweitig verpachtet. Er gibt die Hoffnung nicht auf, dass irgendwann jemand sein Anwesen kauft … die Hoffnung stirbt zuletzt.

Haus der 10 Zimmer

Kurzmitteilung

Leider gibt es über dieses Gebäude bzw. die Villa überhaupt keine Informationen. Zuletzt diente das Haus als Flüchtlingsunterkunft und konnte, dank der großen Anzahl an Zimmern, für Familien genutzt werden. Seit ca. 2017 steht dieses Gebäude nun leer und wartet auf eine neue Bestimmung. Lt. Bebauungsplänen gilt das Haus als sehr erhaltenswert und soll daher nicht abgerissen werden.

Preußisches Amtsgerichtsgefängnis 

Kurzmitteilung

1899 wurde mit dem Bau des Gefängnisses und des dazugehörigen Amtsgerichtes begonnen. Die alten Gebäude waren einfach zu klein geworden. – Es ist eine bedrückende Atmosphäre. Kaum vorstellbar, wie die Häftlinge in diesen kleinen Gefängniszellen ohne Heizung leben konnten. Als Toilette diente ein einfacher Metalleimer. Die Abdrücke der Eimer sind noch heute im Boden erkennbar. An den Wänden befinden sich Kritzeleien. Dicke Holztüren, kräftige Schlösser, enge Zellen, dunkle Gänge und rostige Gitter prägen diesen Ort.

Das Amtsgerichtsgefängnis hat eine sehr bewegende Situationen durchlebt. Im Mai 1933 übernahm die SA das Gefängnis. Sie nutzte es als zentrale Haft- und Folterstätte in Köpenick. Während dieser als Blutwoche bekannten Zeit wurden Kommunisten, Andersdenkende und Juden in den Backsteingemäuern misshandelt und ermordet. Nach dem 2. Weltkrieg nutzte die DDR das Gebäude zunächst als Männer- Jugendgefängnis und später als Untersuchungshaftanstalt. 1964 übernahm das Fernsehen der DDR den Zellenbau und brachte hier einen Kostümfundus mit Schneiderei unter. Seit den Achtzigern steht das Gebäude weitgehend leer.

Hüttenwerk H.

Kurzmitteilung

Dieses Hüttenwerk wurde 1854 gegründet. Es war eines der traditionsreichsten Hüttenwerke des Ruhrgebietes, bekannt für die Edelstahlproduktion. Trotz wechselnder Eigentumsverhältnisse blieb der Name des ursprünglichen Gründers bestehen. 150 Jahre lang wurden hier Eisen und Stahl erzeugt, gegossen, geschmiedet und gewalzt. Hier entstanden Schienen und Radsätze für die Eisenbahn, große Schmiede- und Gussstücke, Turbinenwellen und Kernreaktoren, Panzerbleche und Granaten sowie Teile für die Weltraumindustrie. Ab 1987 wurde das Hüttenwerk in mehreren Etappen stillgelegt (1987 Hochofen 2 und 3 sowie das Walzwerk, 1993 Stahlwerk, 2003 Schmiede).

Château de la Fenderie

Kurzmitteilung

Dieses im 17. Jahrhundert erbaute historische Schloss hat eine prestigeträchtige Vergangenheit. Das Schloss selbst gehörte einst einer Kaufmannfamilie und diente lange Zeit als Wohnhaus. Ein Metallunternehmen übernahm das Schloss und erweitere es um die anliegenden Gebäude. Hier wurden mehr als 400 Jahre große Metallbleche in kleinere, handliche Stücke gesägt bzw. gespalten, daher auch der Name „La Fenderie“. Von 1897 bis 1969 wurde der Betrieb Zinkwalzwerk genutzt.

Spediteurs-Villa

Kurzmitteilung

Diese wunderschöne, im Jahr 1906, erbaute Villa samt parkähnlichem Garten fristet seit Jahren ein tristes Dasein. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude war bis Anfang der 2000er der Firmensitz eines großen Lager- & Logistik Unternehmens, bevor dieses aufgrund mangelnder Aufträge insolvent und aufgelöst wurde. Pläne für eine Umnutzung liegen bei der hiesigen Stadt schon länger vor, jedoch wurden diese bis heute nicht umgesetzt. Stattdessen wurden dort in der Vergangenheit mehrfach Brände gelegt.

Aître de Brisgaret

Kurzmitteilung

Der Aître de Brisgaret ist ein seltenes Beispiel für einen mittelalterlichen Friedhof mit Galerie in Frankreich, der seine ursprüngliche Funktion beibehalten hat. Sie ist mit Skulpturen und Wanddekorationen geschmückt, die die makabre Kunst des Todes repräsentieren. Die zahlreichen Graffiti an der Galeriewand zeugen von diesem regen Leben. Dorfbewohner, Pilger und Reisende zögern nicht, die Spuren ihrer Reise dorthin einzugravieren: Kalvarienberge, Mühlen, Schiffe, Rosettenfenster und Epitaphien sind allesamt Botschaften der Volksfrömmigkeit. Am Ende der Galerie befindet sich eine Kapelle, die vor dem Bau der Galerie errichtet wurde, und ein originales gotisches Kreuz an der Stelle des Massengrabes, welches in Zeiten des Hundertjährigen Krieges und später der Pest, stark genutzt wurde.

Pestfriedhof – Aître Saint-Maclou

Kurzmitteilung

Der Aître Saint-Maclou ist ein ehemaliger Massengrabfriedhof aus dem 16. Jahrhundert. Der Friedhof stammt aus der Zeit des „Schwarzen Todes“ von 1348. Nach einer neuen Pestepidemie im 16. Jahrhundert wurde es notwendig, die Kapazität des Friedhofs zu erweitern. Die Gemeinde beschloss daraufhin, einen Kreuzgang zu bauen, der mit Dachböden versehen werden sollte, um die Gebeine aufzunehmen. 1779 ordnete das Parlament der Normandie die Aufhebung der städtischen Begräbnisstätten an. Der Friedhof wurde geschlossen.

Heute befindet sich im Innenhof des Aître Saint-Maclou ein kleiner Park, der zum Gedenken einlädt. Einst hatte jede Stadt in Europa einen solchen Ort – der in Rouen ist als einziger übriggeblieben.

La Batterie de Dollemard

Kurzmitteilung

Zwischen 1892 und 1894 wurde diese Festung erbaut und war ein strategisch wichtiger Standort zur Überwachung der Seine-Bucht. Als schönes Beispiel einer Verteidigungsbatterie war sie Teil einer Reihe von Küstenverteidigungslinien, die später in den Atlantikwall integriert wurde.

Im Juni 1940 wurden die Geschütze bei der deutschen Besetzung unbrauchbar gemacht, konnten aber 1941 repariert und wieder verwendet werden. In den frühen 2000er Jahren wurde die Anlage noch regelmäßig gepflegt. Ende der 2010er Jahre wurde sie wieder weitgehend sich selbst überlassen und ist seither stark verwildert.

Schiffswracks aus Beton

Kurzmitteilung

Einen seltenen Fund findet man bei Ebbe an der Küste der Normandie. Dabei handelt es sich um drei Betonkähne, die am Ende des Ersten Weltkriegs gebaut wurden. Diese Schiffe sind äußerst selten, da sie fast ausschließlich aus Stahlbeton bestehen. Diese hatte die französische Regierung in den 1920er Jahren für die Handelsmarine bestellt, als aufgrund der Metallknappheit keine Schiffe aus Stahl mehr gebaut werden konnten. Genutzt wurden sie hauptsächlich für den Transport von Kohle zwischen England und Frankreich. Während des Zweiten Weltkrieges nutzen die amerikanischen Streitkräfte die Schiffe, um die Versorgung ihrer Truppen auf dem Seeweg sicherzustellen.

Abbaye de Jumièges

Kurzmitteilung

Jumièges zählt zu den ältesten und wichtigsten Klöstern Frankreichs und blickt zurück auf eine dramatische Geschichte. Das Kloster wurde im Jahre 654 gegründet. Die Mönche des Klosters bauten gemeinsam mit den Bauern Obst an – Jumièges wurde zu einem der wichtigsten Klöster Frankreichs im Mittelalter. Und doch fällt das Kloster zahlreichen Zerstörungen zum Opfer.

Trotz oder gerade wegen ihrer Zerstörung verzaubert die Klosterruine noch immer. Die Zwillingstürme mit 46 Metern Höhe dominieren die Überreste der romanischen Gebäudefassade und der Klostermauern. Der Park mit hundertjährigen Bäumen umgibt die Abtei, die von Victor Hugo als „schönste Ruine Frankreichs“ bezeichnet wurde. (Normandie Tourismus)

Siehe auch:

Veteranenfriedhof in Jumieges

Wohnhaus des Klinik-Direktors

Kurzmitteilung

Erbaut wurde dieses Punkstück von 1905 – 1908 in der Neurenaissance-Form. Seit dieser Zeit residierten in der Villa die aktuellen Direktoren, denn die Direktive des LVR war immer: „Wer die Klinik leitet, muss auch hier wohnen. 1970 verließ der letzte Leiter das Haus, weil die Zuständigkeiten aufgeteilt wurden. Das Haus wurde zwischenzeitlich umfunktioniert zum Betriebskindergarten. Ab 1982 war dort die hiesige Apotheke der Klinik, samt Speziallabor, untergebracht. Seit 2012 nun steht die denkmalgeschützte Villa leer und zum Verkauf.

Siehe auch:

Krankenstation „Schwere Innere“

Ehemalige Arztvilla

Krankenstation für Jugendliche und Kinder

LZB-Bunker

Kurzmitteilung

Um die Geldversorgung im Krisenfall während der Zeiten des Kalten Krieges zu sichern, richtete die Bundesbank und mehrere Landeszentralbanken (LZB) an geheimen Orten Bunker- und Tresoranlagen ein. Hier wurden damals geheime Serien von D-Mark und Pfennig deponiert. Für die LZB Nordrhein-Westfalen wurde Ende der 1960er Jahre ebenfalls so ein Bunkerkomplex gebaut. Bis 1989 fanden in der Anlage Belegungen und Übungen statt, 1990 wurde der Bunker aufgegeben.

Stasi-Krankenhaus

Kurzmitteilung

Und weiter geht es mit Teil 3 des riesigen Krankenhauskomplexes der DDR. In einem Waldstück, in nächster Nähe zum ehemaligen Regierungskrankenhaus der DDR, entstand 1980 das ebenfalls streng geheime „Stasi-Krankenhaus“. Behandelt wurden hier die Mitarbeiter der Staatssicherheit, ab einem höheren Dienstgrad auch deren Angehörige sowie verdiente ehemalige Angehörige der Geheimpolizei. Die beiden Kliniken ergänzten das ohnehin exzellente Angebot an Gesundheitseinrichtungen in der Gegend. Das Klinikum war mit über 3000 Betten nicht nur das größte Krankenhaus der DDR, sondern auch der größte Krankenhauskomplex ganz Europas.

Siehe auch:

Regierungskrankenhaus der DDR

Atombunker des Regierungskrankenhauses der DDR

Atombunker des Regierungskrankenhauses der DDR

Kurzmitteilung

Zugehörig zu dem einstigen Vorzeigeobjekt der DDR, dem Regierungskrankenhaus gab es, versteckt und von außen kaum sichtbar, noch ein riesiger Atombunker mit eigenem OP-Saal. So konnte auch in einem Notfall sichergestellt werden, dass die „spezieller Patienten“ (Mitglieder der Regierung, des SED-Zentralkomitees und des Politbüros, Staatssekretäre, ausländische Diplomaten, Staatsgäste sowie die Angehörigen hoher SED-Funktionäre) im Krisenfall geschützt werden konnten.

Siehe auch:

Regierungskrankenhaus der DDR

Stasi-Krankenhaus

Regierungskrankenhaus der DDR

Kurzmitteilung

Für normale DDR-Bürger war diese Klink lange tabu. Ohne Sondergenehmigung kam hier niemand aufs Gelände! Zwischen 1949 – 1976 wurden in diesem „Regierungskrankenhaus der DDR“ lediglich die Mitglieder der Regierung, des SED-Zentralkomitees und des Politbüros, Staatssekretäre, ausländische Diplomaten, Staatsgäste sowie die Angehörigen hoher SED-Funktionäre behandelt.

Wo es andernorts an medizinischem Gerät und Personal fehlte, war es hier wie selbstverständlich vorhanden. In diesem strikt abgeschotteten Haus, welches zugleich als Poliklinik und Spital fungierte und sogar über eine Entbindungsstation verfügte, arbeiteten insgesamt 58 Fachärzte 115 Pflegekräfte. Die Klinik verfügte über 85 Patientenzimmer, die eher an Hotelzimmer (inkl. Fernseher und Telefon) erinnerten.

1990 wurde das „Regierungskrankenhaus“ generell und ohne Ausnahme für die Bevölkerung geöffnet und wenig später an das hiesige städtische Klinikum angegliedert. Das beste Krankenhaus der DDR verlor damit seinen Namen und seine Exklusivität. Viele der hoch spezialisierten Ärzte verließen daraufhin das Krankenhaus. 2001 wurde das gesamte Anwesen an einen Krankenhaus-Großkonzern verkauft. Seit 2007 steht dieses einstige Vorzeigekrankenhaus nun leer.

Siehe auch:

Atombunker des Regierungskrankenhauses der DDR

Stasi-Krankenhaus