Street Art & Graffiti round the world part 2

Sodele, jährlich grüßt das Murmeltier. Auch in diesem Jahr habe ich meine Street Art & Graffiti Sammlung erweitert. Highlights in diesem Jahr mit Sicherheit die große Sammlung des belgischen Graffiti-Künstlers ROA. Nicht zu verachten auch die tollen Bilder von NORM, Daniel Lisson und SeMor – alle Künstler beweisen, dass Graffiti richtig tolle Kunst sein kann.

Verlassene Reihenhäuser

Lange prägte diese Häuserzeile das Straßenbild meiner Heimatstadt – viele Jahre wohnten dort Menschen jeden Alters, mit unterschiedlicher Herkunft oder kulturellem Hintergrund. Tür an Tür lebten die Nachbarn zusammen in diesen Mehrfamilienhäusern, bis vor ein paar Jahren bekannt wurde, dass sie im Zuge von Modernisierungsmaßnahmen weichen müssten. 

Kurz bevor die Bagger nun anrollten, wurden die stadtbekannten Reihenhäuser von mir noch digital festgehalten. 

Alte Wellpappenrohpapierfabrik

Diese Papierfabrik in einer Kleinstadt blickt auf eine lange Tradition zurück. Ende des 19. Jahrhunderts war das wunderschöne Gebäude, samt angrenzenden Hallen, im Besitz einer bekannten jüdischen Familie, bevor diese im zweiten Weltkrieg enteignet wurde. 

Nach dem Krieg wechselte die Produktionsstätte gleich mehrfach den Besitzer und nutzten die Fabrikhallen für die Herstellung unterschiedlichster Papiersorten und Pappen. Der letzte Inhaber, ein namhaftes Unternehmen, produzierte hier von 2009 bis Mitte 2015 knapp 70 000 Tonnen/pro Jahr Wellpappenrohpapiere, das als Basismaterial für die Wellpappenherstellung dient. Doch dann fiel dieses Werk einem „europaweiten Kostenreduzierungsprogramm“ zum Opfer. Der Maschinenpark wurde abgebaut und auf andere Niederlassungen verteilt, die Immobilie verkauft und wartet seither auf eine neue Nutzung. 

Sägewerk/Fabrik für Holzimprägnierung

Und wieder ist ein Stück Stadtgeschichte verschwunden. Diese Gebäude gehören seit wenigen Wochen der Vergangenheit an.

1923 wurde auf dem riesigen Grundstück ein Sägewerk samt Kesselhaus errichtet, welches später auch Holz imprägnierte. Mitte der 1950iger Jahre kamen noch einige Holzschuppen dazu, die zur Lagerung von Holz und Baumaterialien dienten. Zu diesem Zeitpunkt wurde das Familienunternehmen als Holz- u. Baustoff-Handelsgesellschaft geführt. Ab ca. 1963 siedelte sich noch eine Polsterei mit Lagerhalle auf dem Gelände an. – Nach einigen Jahren Leerstand und einer Nutzungsänderung, wurde das gesamte Anwesen nun abgerissen und wird neu bebaut.

Haus der Erinnerungen

Die große Uhr im Wohnzimmer steht still – das Haus ist leer. Die Ruhe ist schon fast beängstigend – aus der Ferne ist nur das Rauschen der Autos von der nahe gelegenen Schnellstraße zu hören. Dort wo einst das Leben pulsierte erinnern nur noch wenige Details an vergangene, lebendige Zeiten.

Vorbei die Jahre als hier noch Kinder im Garten tobten, die Mutter sich um das Wohlbefinden der Familie kümmerte, der Vater abends erschöpft von der Arbeit kam, im Keller bastelte und im hauseigenen Partykeller Feten gefeiert wurden.

Es ist still geworden …

 

Die kleine Eisengießerei

Dieser kleine Familienbetrieb steht schon lange leer. Anfang der 1990er Jahre fand der letzte Guss statt – der alt eingesessene Betrieb konnte den großen Gießereien nicht mehr Paroli bieten.

Nach dem Abbau des Ofens und der Veräußerung eines Großteils der Gerätschaften, wurden die vorhandenen Räume untervermietet und erhielten eine neue Bestimmung. Aber hier und dort sind noch kleine Erinnerungsstücke aus der glorreichen, längst vergessenen Zeit vorhanden, die einen gerne in Erinnerungen schwelgen lassen.

 

Schank- & Speisewirtschaft Feldschlösschen

Schluß, aus und vorbei! – Die traditionsreiche Gaststätte „Feldschlösschen“ musste nach 189 Jahren (erbaut 1824) seine Pforten für immer schließen und wird nun abgerissen. Damit verschwindet wieder ein Stück Kneipenkultur, der Treffpunkt vieler ortsansässiger Vereine wird abgerissen.

Ich hatte das Glück der Schank- und Speisewirtschaft (ich liebe diesen altehrwürdigen Ausdruck  😉 ) noch einen Besuch abstatten zu dürfen. Leider war fast die gesamte Inneneinrichtung schon entsorgt, aber ein paar Andenken konnten fotografisch noch festgehalten werden.

 

 

Street Art & Graffiti round the world

Und wieder ist ein Jahr vorbei und wieder wurde meine Street Art & Graffiti Sammlung erweitert. Besonders hervorheben möchte ich dabei die 3D-Zeichnung von Edgar Müller, der in meiner Heimatstadt unsere Fußgängerzone verschönert hat. Eine Augenweide auch der der Bauzaun in Puzzleform, der in St. Hellier auf Jersey auch die hässlichste Baustelle zu einer Augenweide werden lässt. Zwei Schnappschüsse aus „Down Under“ hat zudem Sandra Kunschke, auf ihrer Reise durch Australien, beigetragen.