Garnisonsfriedhof Fort George

Der Soldatenfriedhof an der ehemaligen Festung Fort George auf Guernsey ist die letzte Ruhestätte von 111 deutschen Soldaten. Daneben ruhen 24 britische und ein kanadischer Soldat, hauptsächlich aus dem Ersten Weltkrieg. Der Friedhof gehört dem Kriegsministerium und enthält Gräber aus beiden Weltkriegen. Die Commonwealth War Graves Commission führt alle 136 Militärgräber auf dem Friedhof auf, egal, welcher Nationalität die dort Beerdigten waren.

Siehe auch:

Candie Road Cemetery mit Victoria Tower, Kanalinsel GuernseyClarence BatterieGerman Underground Hospital

Clarence Batterie

Die Clarence Batterie wurde von 1780 – 1812 erbaut und war eine der äußeren Verteidigungsanlagen von Fort George, dem Hauptquartier auf Guernsey. Ursprünglich als „Terres Point Battery“ bekannt, wurde sie 1805 zu Ehren des Sohnes von König George III in „Clarence Battery“ umbenannt.

Es war das wichtigste Fort der Insel während der Französischen Revolution. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Fort von deutschen Truppen eingenommen, die es in „Stützpunkt Georgefest“ umbenannten und eine Reihe von Geschützplattformen und eine Radar-Frühwarnstation der Deutschen Luftwaffe mit zwei Funkmessgeräten Freya und zwei riesigen Funkmessgeräten Würzburg Riese bauten. Versuche der Alliierten, diese Radarstation vor der Landung in der Normandie im Juni 1944 zu bombardieren, führten nicht zum Erfolg.

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Candie Road Cemetery mit Victoria Tower, Kanalinsel GuernseyGerman Underground Hospital, Garnisonsfriedhof Fort George

Candie Road Cemetery mit Victoria Tower

In der Hauptstadt von Guernsey, in St. Peter Port, existiert unweit des berühmten Victoria Towers ein wunderschöner alter Friedhof genannt „Candie Road Cemetery“.

Viel ist über den Friedhof nicht bekannt, dafür aber über den Tower. Dieser wurde 1846, zu Ehren des Besuchs von Königin Victoria und Prinz Albert, errichtet und prägt heute auch noch das Stadtbild. Da just zu diesem Zeitpunkt auch ein öffentlicher Garten rund um das Monument entstand, gehe davon aus dass der Friedhof ungefähr zur gleichen Zeit entstand.

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Kanalinsel GuernseyClarence Batterie, German Underground Hospital

Kanalinsel Guernsey

Dass ich mittlerweile ein absoluter Fan der Kanalinseln bin, lässt sich nicht mehr länger verheimlichen.  😎  Nach Jersey, Herm und Sark habe ich es endlich geschafft und die Fotos der zweitgrößten Kanalinsel Guernsey bearbeitet.

Guernsey ist ein ganz besonderer Ort und bietet nicht nur eine tolle Landschaft, sondern verzaubert den Besucher durch wunderschöne Wanderwege entlang der Klippen und durch die ländliche Idylle im Inselinneren. Die Hauptstadt ist St. Peter Port und ist eine quicklebendige Hafenstadt mit allerlei architektonischen Stilrichtungen, die die wechselnde Geschichte der Region widerspiegelt. Ich hoffe euch mit meinen Fotos auf eine kleine Reise mitnehmen zu können 🙂

Siehe auch:

Candie Road Cemetery mit Victoria Tower, Clarence Batterie, German Underground Hospital, Garnisonsfriedhof Fort George, Fort Hommet, St. Andrew’s Cemetery

Atlantikwall auf Jersey

Im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Ländern entpuppen sich die Kanalinseln förmlich als Kleinod für Festungsliebhaber und Interessenten des 2. Weltkrieges. Durch die Besetzung der deutschen Wehrmacht von 1940 – 1945 wurden hier zahlreiche Bauten errichtet bzw. umgebaut, denn die Kanalinseln galten als strategische wichtige Stellung im dritten Reich.

Einige Festungen auf Jersey habe ich euch bereits gezeigt, nun gibt es einen fotografischen Querschnitt der unzähligen Bunker, Schartenstände, Mess- und Peilstände, Batterien und Hohlgangsanlagen. Die meisten Bauwerke sind gut erhalten, denn kaum etwas wurde zerstört oder gesprengt. Einige sind mittlerweile öffentlich zugänglich, andere werden anderweitige verwendet und wieder andere warten einfach darauf entdeckt zu werden. 😉

Siehe auch:

Batterie MoltkeFestung Mont Orgueil CastleBatterie Lothringen, Hohlgangsanlage 8, Festung Elizabeth Castle

Batterie Moltke

In den Jahren der Besetzung auf Jersey durch die deutsche Wehrmacht wurde auch die Batterie Moltke entwickelt. Sie ist war die Einzige auf den Kanalinseln, die nach Festungsstandards gebaut wurde. Ihren Namen erhielt sie zu Ehren von Helmuth Johann Ludwig von Moltke, der von 1906 bis 1914 Chef des deutschen Generalstabs war. 

Die Stellung bestand damals aus vier 15,5cm K418 (f) Kanonenlager und dazugehörigen unterirdischen Passagen. Eine einzige Kanone wurde bis dato restauriert, die anderen wurden zerstört und liegen teilweise auf dem Gelände verteilt. Im Zuge von Modernisierungsmaßnahmen sollten auch noch 15 cm SK C / 28 Geschütze platziert werden, aber sie wurden nie installiert, da die Krupp-Fabriken 1942/43 von alliierten Luftangriffen stark bombardiert wurden und die Produktionslinien für diese Geschütze zerstört wurden.

Batterie Lothringen

Die Batterie Lothringen mit dem dazu gehörenden Marine-Peilstand 1 ist am südwestlichen Zipfel Jerseys am Noirmont Point zu finden und bewachte ca. 1/4 der Insel. Sie wurde, wie alle insgesamt 8 Batterien und den zugehörigen Marine-Peilstände, in den Jahren der Besatzung durch die deutsche Wehrmacht eingerichtet. Der zwei Stockwerke hohe Leitstand (M-132 Command Bunker) der Stellung ist einer von vier Bunkern, die in ähnlicher Ausstattung auf den Kanalinseln errichtet wurden, und der einzige Erhaltene. Der Bunker war mit einem Entfernungsmesser und zwei Periskopen ausgestattet, um die Entfernung und Geschwindigkeit von Seezielen messen zu können.

Erbaut wurde sie, wie alle anderen deutschen Weltkriegs-Bauten auf Jersey, von der Organisation Todt. Die Stellung war ein Teil des Atlantikwalls System von Küstenbefestigungen, hier war die 3. Batterie des Marineartilleriebataillon 604 stationiert. Die wichtigsten Waffen in der Batterie waren drei 15 cm SK L / 45 Schiffsgeschütze und einem 15 cm SK L / 45.

Nach der Befreiung 1945 wurden die Geschütze von der britischen Armee entfernt und am Fuße der Klippen von Les Landes, in St Ouen verworfen. Bei Lothringen handelt es sich um die wohl besterhaltene und teilweise sehr gut restaurierte derartige Anlage auf Jersey. Sie steht jederzeit offen und kann von Besuchern erkundet werden.

Hohlgangsanlage 8 – Jersey War Tunnels

Die fünfjährige, deutsche Besetzung der Kanalinseln ist Teil der Inselgeschichte. Nicht weniger als 12.000 deutsche Soldaten waren alleine auf Jersey stationiert. Hitler betrachtete die Inseln als Sprungbrett für die Eroberung Großbritanniens, und ab 1942 begann er sie als Teil des «atlantischen Walls» (Atlantikwall) zu befestigen. So entstand auch ein knapp ein Kilometer langer Tunnel in der Mitte Jerseys.

Ursprünglich war die «Hohlgangsanlage 8» (Ho8) als Munitionslager und Luftschutzbunker für die stationierten Infanteriedivision 319 gedacht. Als allerdings der deutsche Endsieg immer ferner rückte, wurde sie in ein giftgassicheres, 500 Betten umfassendes Krankenhaus umgewandelt, das aber nie benutzt wurde. Heute beherbergen die «Jersey War Tunnels» neben Teilen der ursprünglichen Einrichtung auch eine eindrucksvolle Ausstellung über die Besatzung der Insel.

Kanalinsel Sark

Sark ist die viertgrößte Insel der Kanalinseln. Zur Zeit wohnen hier knapp 600 Einwohner und war bis Ende 2008 Europas letzter Feudalstaat. Kein Autolärm zerstört die Idylle von Ruhe und unberührter Natur. Lediglich ein paar Trecker bringen die Gäste in kleinen Anhängern den steilen Hügel vom Fährhafen hinauf ins Dorf, ansonsten nutzt man Kutschen oder fährt Fahrrad – andere Motorfahrzeuge sind auf der Insel nicht gestattet.

Sark besticht durch eine himmlische Ruhe, traumhafte Buchten mit türkisblauem Wasser, unberührter Natur, Steilhänge und die mit viel Liebe gepflegten privaten englischen Gärten, die man auch besichtigen darf.

Siehe auch:

Kanalinsel Jersey

Kanalinsel Herm

Kanalinsel Herm

Karibikfeeling mitten im Ärmelkanal 🙂

Obwohl Herm die kleinste der Inseln ist, ist sie unbestreitbar das Juwel in der Krone der Kanalinseln mit ihrem Angebot an Ruhe, Frieden und traumhafter Natur. Das kleine Paradies gehört zur Vogtei Guernsey, ist 2,4 Kilometer lang und weniger als 800 Meter breit. Auf der Insel wohnen aktuell nur knapp 60 Einwohner.

Aufgrund der geringen Größe von nur zwei Quadratkilometern erkundet man die Insel am Besten zu Fuß. Steile Küstenpfade, weiße Sandstrände, einen grandiosen Ausblick auf das Meer, die knallbunte Flora und das Kreischen der Möwen sind dabei stetige Begleiter – traumhaft!!!

Siehe auch:

Kanalinsel Jersey