Elmpter Zollamt

Das alte Zollamt in Elmpt an der Roermonder Straße zwischen Deutschland und den Niederlanden.

In den 1970er Jahren hatte Elmpt das fünftgrößte Zollamt der Bundesrepublik. 1972 erreichte das Aufkommen 125 000 Lkw und eine Million Pkw – die Einnahmen aus Zöllen, Einfuhrumsatzsteuer und Verbrauchsteuer summierten sich auf fast 110 Millionen Mark. 54 Beamte taten in Spitzenzeiten Dienst. Sie entwickelten ein Verfahren zur schnelleren und weniger aufwendigen Zollabfertigung, das in Zollkreisen als „Elmpter Modell“ Anerkennung fand. In den 1960er Jahren wurde der Schlagbaum entfernt, ab 1993 wurden Reisende an der Grenze nicht mehr kontrolliert. Das Zollamt wurde überflüssig und 2002 endgültig aufgelöst.

Hüttenwerk in D.

Gearbeitet wird hier schon lange nicht mehr, dafür bleibt dieses Hüttenwerk aber der Nachwelt in seiner einzigartigen Form erhalten.  😀 

Das frühere Hüttenwerk wurde 1901 von der damaligen „Rheinische Stahlwerke zu Meiderich bei Ruhrort“ gegründet. Die insgesamt fünf Hochöfen produzierten in ihren 84 Jahren 37 Millionen Tonnen Spezialroheisen. Die Hochöfen 3 und 4 wurden bereits 1968 bzw. 1970 abgerissen. Die Hochöfen 1 und 2 wurden 1982 stillgelegt, so dass nur noch der erst 1973 erbaute Hochofen 5 in Betrieb blieb. 1985 wurde dieser nach gerade mal zwölf Jahren Betriebszeit aufgrund von Überkapazitäten auf dem europäischen Stahlmarkt ebenfalls stillgelegt. 

Nach diversen Umbauten  und Umgestaltungen (zwischen 1990-1999) wurde das Hüttenwerk zu einem der wichtigsten Projekte der Landschaftsarchitektur der Jahrtausendwende. 1994 wurde der Park der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Er bildet nun einen Ankerpunkt auf der Route der Industriekultur und ist in die Europäische Route der Industriekultur integriert. Der Landschaftspark Duisburg-Nord wurde mit Preise überhäuft und ist für jeden Besucher offen.