Ein Zeitzeuge der besonderen Art ist dieser Friedhof. Er gilt als einzigartiges Zeugnis protestantischer Bestattungskultur. Die gesamte GrƤberstƤtte besteht ausschlieĆlich aus Grüften, die terrassenfƶrmig angelegt sind und mit ihren begehbaren Gewƶlben eine NovitƤt in Deutschland ist. Und wo das Geld für eine oberirdische, begehbare Bestattungsgruft nicht reichte, wurden ErdgrƤber als Grüfte ausgemauert. Seit 2014 wird dieser einzigartige Ort von den Friedhofsmitarbeitern gepflegt und durch freiwillige Helfer unterstützt.
Schlagwortarchiv: parallel-welten
Naturpark Harz
Kurzmitteilung
Fans historischer Sehenswürdigkeiten und gut erhaltener, restaurierter Schätze der Vergangenheit sowie der Lost Places Szene kommen im Naturpark Harz voll auf ihre Kosten. Ausgedehnte Wälder im Wandel zur Wildnis, bizarre Felsen, jahrtausendealte Moore, ursprüngliche Bachläufe und der majestätische Brocken sowie Fachwerkbauten, Burgen und Schlösser und tolle Aussichten begeistern die Besucher.
Siehe auch:
Wernigerode – die bunte Stadt am Harz
Kurzmitteilung
Wernigerode mit dem historischen Stadtkern und den aufwendig restaurierten und farbenfrohen FachwerkhƤusern liegt am Nordrand des Harzes. Den Beinamen āBunte Stadt am Harzā prƤgte der deutsche Schriftsteller Hermann Lƶns gegen Ende des 19ten Jahrhunderts.Ā Das Rathaus auf dem Marktplatz, das schiefe Haus, das kleinste Haus und das Ƥlteste Haus sind nur einige dieser Besonderheiten, die die reiche Fachwerkidylle Wernigerodes ausmachen.
Welterbestadt Quedlinburg
Kurzmitteilung
Eine spannende Zeitreise erwartete einen in der Welterbestadt Quedlinburg. In der Altstadt erwarten einen verwinkelte Gassen mit uraltem Kopfsteinpflaster, weiträumige Plätze, die von malerischen, dicht an dicht gereihten Fachwerkhäusern umsäumt werden, und über allem thront der Stiftsberg. Der Stiftsberg ist einer der wichtigsten authentischen Orte der mittelalterlichen Geschichte und war unter den Königen und Kaisern der Ottonen auch die Machtzentrale europäischer Politik.
Mit filigranen Schnitzereien verzierte GebƤude aus acht Jahrhunderten liefern Beispiele aller Stilrichtungen und erzƤhlen Geschichten aus der Renaissance, dem Barock, dem Rokoko und dem Klassizismus. Aufgrund dieser Einmaligkeit steht Quedlinburg an der Spitze der europƤischen FachwerkstƤdte und gehƶrt zu den grƶĆten FlƤchendenkmalen in Deutschland. Das Altstadtensemble, die Stiftskirche und das Schloss gehƶren seit 1994 zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Street Art und Graffiti in Ostende
Kurzmitteilung
Ostende gilt Dank des Street Art Festivals als ein europƤischer Hotspot für imposante Kunst im ƶffentlichen Raum. Zahlreiche Street Arts und Graffitis prƤgen die Stadt. Aufgrund ihrer Vielzahlt gibt es bereits eine eigene App āOstend City Walksā und die Stadt wurde bereits in unterschiedliche Sektoren aufgeteilt. Hier nur eine kleine Auswahl der StraĆenkunst.
Die belgische Küste
Kurzmitteilung
An der 65 km langen sandigen Küste befinden sich 15 Badeorte, alle mit einem eigenen Charakter und einer einzigartigen Atmosphäre. Die Sandstrände sind ein Paradies für Jung und Alt und bietet zahlreiche Sport- und Erholungsmöglichkeiten sowie jede Menge Geschichtliches und eine wunderschöne Kunstroute.
So erinnert z.B. in De Panne manches an Nordfrankreich. Im denkmalgeschützten Dumont-Viertel finden Sie den selben Cottage-Stil wie an der nordfranzösischen Küste. In Koksijde-Oostduinkerke findet man die höchsten Dünen, in Nieuwpoort beeindruckt besonders die Kriegsgeschichte sowie die Einkaufsmeile. Oostende ist eine kosmopolitische Stadt mit zahlreichen Trümpfen. Hier spürt man die Atmosphäre einer wahren Hafenstadt mit einer ruhmreichen Vergangenheit und seiner einzigartigen StreetArt. Besonders hervorzuheben ist das kleine Städtchen Veurne mit einem herrlichen Marktplatz, umrahmt von alten Giebelhäusern im Stil der flämischen Renaissance.
StƤdtische BƤderanstalt
Kurzmitteilung
Das im historisierenden Stil der Gründerzeit erbaute Stadtbad, mit seinen 8000 qm, wurde 1890 eröffnet. Die Ausstattung war erstklassig: es gab ein getrenntes Schwimmbad für Herren und eines für Damen sowie Dusch- und Wannenbäder in drei verschiedenen Klassen. Bei der Eröffnung galt es als eines der schönsten, prächtigsten und luxuriösesten Badeanstalten im Deutschen Reich. Alle Fliesen wurden bei dem renommierten Unternehmen Villeroy & Boch hergestellt.
1897 wurde die āBrausenabteilungā erƶffnet, 1925 folge das Freibad. In den Wirren des 1. und 2. Weltkrieges musste das Bad für lƤngere Zeit schlieĆen bzw. wurde teilweise zerstƶrt. Nach Kriegsende wurde alles wieder zweckmƤĆig instandgesetzt, wurde aber im Laufe der Jahre immer weniger in Anspruch genommen. Beim Erdbeben vom 13. April 1992 wurde das Becken des Damenbads stark beschƤdigt und ist seitdem ebenfalls auĆer Betrieb. Auch das Herrenbad blieb immer wieder wegen technischer Probleme mit der veralteten Anlage geschlossen. Im Jahr 2003 wurde das gesamte Bad, nach über 110 Jahren, stillgelegt.
Alte Papierfabrik für Hülsenkarton, Vollkarton und Kantenschutzelemente
Kurzmitteilung
Papierfabriken sind schon was Schƶnes. Es gibt sehr viel zu sehen und zu erforschen, besonders wenn sie leer stehen š
Die hier gezeigte Papierfabrik wurde im Januar 2007 gegründet und war ein Spezialist für die Produktion von Hülsenkarton, Vollkarton und Kantenschutzelemente. Mit rund 80 Mitarbeitern produzierte das Unternehmen jährlich rund 60.000 Tonnen Graupapier. Weil der Hauptkunde keine Ware mehr abnahm, sind rund 36.000 Tonnen weggebrochen. Im Oktober 2016 musste die Firma daher Insolvenz anmelden. Leider fand sich kein neuer Inverstor und so wurde der Betrieb des Kartonherstellers 2017 gänzlich eingestellt.
Agnus Dei
Kurzmitteilung
Agnus Dei aka Couvent de Gensterbloem ist ein ehemaliges Franziskanerinnenkloster aus dem Jahre 1875. Der Klosterkomplex wurde 1910 um die Antoniuskapelle erweitert. Die angrenzenden GebƤude wurden anfƤnglich als katholische Schule genutzt.
Nach dem ersten Weltkrieg mussten die Franziskanerinnen ihre LehrertƤtigkeiten aufgeben und die RƤume wurden zu Zimmern für Ƥltere Paare und Singles umfunktioniert. Im September 2002 verlieĆen die Ordensschwestern diesen Ort und das Anwesen wurde verkauft. Wenige Wochen spƤter zerstƶrte ein Feuer fast alle RƤumlichkeiten. Heute ist alles dem Verfall preisgegeben.
Die kleine Autowerkstatt
Kurzmitteilung
Hinter dem Rex Theater eröffnete mein Onkel in den 60iger Jahren einen kleinen Gebrauchtwagenhandel mit angeschlossener Werkstatt. Vorrangig wurden hier die Automarken Mercedes und Volkswagen gehandelt. Das Familienunternehmen war bis weit über die Grenzen meines Geburtsortes bekannt. Mitte der 2000er wurde das Geschäft geschlossen. 2020 wurden die Gebäude, nebst Rex Theater, verkauft und abgerissen.
Siehe auch:
Rex Theater
Kurzmitteilung
Zeitreise zurück in die 1950iger Jahre der Stadt Viersen! Damals unterhielten meine GroĆeltern neben ihrem Kneipen- und Restaurantbetrieb, dem Schützenhof, auch noch Viersens erstes Kino in der Nachkriegszeit.
Nach dem Krieg wandelten viele Gastwirte ihren Tanzsaal in Kinos um und statteten sie mit Stuhlreihen, Bühne, Leinwand und VorführgerƤt aus. Die Bürger liefen ihnen fƶrmlich „die Bude ein“ und erfreuten sich am Kinovergnügen. Knapp 10 Jahre unterhielten sie das Kino, bevor grƶĆere und modernere Kinos ihnen den Rang abliefen. Seit dieser Zeit erlebte das GebƤude viele unterschiedliche Nutzungen. 2020 wurde es leider abgerissen, heute stehen an selbiger Stelle mehrere EinfamilienhƤuser.
Siehe auch:
Zeche W.
Kurzmitteilung
Die Zeche W. war ein groĆes und bekanntes Steinkohlebergwerk welches 1910 seinen Betrieb aufnahm. Nach dem Krieg wurde ein neuer Schacht mit geschlossenem Fƶrderturm errichtet und die Zeche umfangreich modernisiert. Teilweise erreichte die Zeche eine Fƶrdermenge von 3,05 Mio. Tonnen Steinkohl. Es folgten in den anschlieĆenden Jahren weitere zahlreiche Umbauten und Modernisierungen.
Mit der Abschaffung des āKohlepfennigā 1995 musste der Staat aus eigener Finanzkraft die Subventionierung übernehmen, da die Deutsche Kohle international nicht mehr konkurrenzfƤhig war. Auf Forderung der EU musste Deutschland zudem bis 2018 aus dem subventionierten Kohlebergbau aussteigen. Am 19. Dezember 2008 stellte im Zuge dessen schlieĆlich auch die Zeche W. ihren Betrieb ein.
Heute ist bereits ein GroĆteil der gesamten Anlage abgerissen, ein geringer Teil soll aber für die Nachwelt erhalten bleiben.
Siehe auch:
Fort Barchon
Kurzmitteilung
Fort Barchon war eines der zwƶlf belgischen Forts des inneren Festungsringes einer groĆen belgischen Stadt. Es wurde 1888 erbaut. Die Festung spielte sowohl im Ersten Weltkrieg als auch im Zweiten Weltkrieg eine Rolle. Seine taktische Aufgabe bestand in erster Linie darin dem Gegner den Zutritt in die Stadt zu verwehren.
Das Fort wurde sofort in den ersten Tagen des Ersten Weltkrieges von den deutschen Truppen belagert und noch vor dem ersten Einsatz des schweren Belagerungsgeschützes Dicke Bertha durch einen Sturmangriff unter hohen Verlusten eingenommen. Vor dem Zweiten Weltkrieg wurde das Fort nochmals deutlich verstƤrkt. Am 18.05.1940 geriet die Festung unter so schweren Beschuss durch einen Pionier- und Infanterieangriff der deutschen Wehrmacht, dass im Laufe des Tages die weiĆe Fahne gehisst wurde. Heute ist das Fort noch vollstƤndig erhalten und wird zurzeit umgebaut.
Siehe auch:
Frühlingszauber „Tulpenmeer“
Kurzmitteilung
Jedes Jahr sind die Tulpenfelder in Grevenbroich-Kapellen ein beliebtes Ausflugsziel für jung und alt. So schƶn diese Pracht auch ist, so nervig sind die Besucher, die trotz Verbotsschilder mitten durch die Felder latschen um das perfekte Selfie zu schieĆen. Kein Wunder also, dass die Landwirte ziemlich genervt sind. Schƶn ist die Farbenpracht allemal, auch hinter der Absperrung ššš¤©
Stadtbad L.
Kurzmitteilung
Am 14. Juli 1916 wurde dieses Juwel der Baukunst erƶffnet und galt als das schƶnste und modernste Bad Europas. Zu damaliger Zeit war dies ein sehr auĆergewƶhnlicher Bau mit monumentaler WeitrƤumigkeit. Der Architekt Otto Wilhelm Scharenberg hat sich bei diesem eindrucksvollen GebƤude am so genannten neomaurischen Stil orientiert, der nach dem Vorbild des Orients gebaut wurde. Die Architektur ist bis heute beeindruckend.
Zutritt erfolgte hier in drei verschiedenen Gruppen ā Herren, Damen und Hunde. Diese wurden strikt getrennt und somit gab es eine Schwimmhalle für MƤnner, eine etwas Kleinere für Frauen und ein Hundebad im Keller, welches spƤter jedoch zu einem Therapiebecken für Kinder umgebaut wurde. Das Schwimmbecken der MƤnner, mit Drei-Meter-Sprungbrett und der einzigartigen Wellenanlage ausgestattet blieb bis in die 1920er Jahre nur den MƤnnern vorbehalten. Dafür konnten sich die Damen in ihren eigenen exklusiven Erholungsbereich ā der orientalischen Sauna ā erholen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte das Bad wieder in Betrieb genommen werden. Trotz umfangreicher Restaurierungen in den 1980er konnte man das Bad im Jahr 2004 aufgrund baulicher MƤngel nicht mehr retten und es musste geschlossen werden. Seit 2005 versucht die Stadt, das GebƤude zu verkaufen.
Opel Jagdvilla
Kurzmitteilung
Gut versteckt, mitten in einem dichten Waldgebiet, liegt das ehemalige Jagdhaus Opel mit knapp 2000m² Grundstück. Einst gehƶrte es dem berühmten Fabrikanten Fritz Opel. Das Familienanwesen wurde 1912 erbaut und nach dem Zweiten Weltkrieg durch die US-amerikanische Besatzungsmacht beschlagnahmt und als AuĆenstelle des MilitƤrs genutzt. Berühmteste Bewohnerin war, für eine kurze Zeit, die deutsche FlugkapitƤnin Hanna Reitsch.
AnschlieĆend wurde das Anwesen, neben mehreren anderen GebƤuden in der NƤhe, für die Gründung der „Organisation Gehlen“, dem spƤteren BND genutzt. Nach jahrzehntelangem Leerstand und einem langen Streit zwischen den Opel-Erben mit der Bauaufsicht im Hochtaunuskreis ist das Jagdhaus mittlerweile abgerissen worden. Mit ihm verschwindet auch ein Stück Rüsselsheimer Opel-Geschichte.
Fort de la Chartreuse
Kurzmitteilung
Das gleichnamige belgische Fort wurde zwischen 1817 und 1823, an der Stelle eines ehemaligen Klosters des Kartäuserordens, erbaut und hat im Laufe der Jahre zahlreiche Veränderungen erfahren. Früher waren hier bis zu 3000 Soldaten stationiert. Die Festung wurde 1891 stillgelegt und als Kaserne umfunktioniert. Von 1914 bis 1918 und von 1940 bis 1944 diente es als deutsches Gefängnis. Von 1944 bis 1945 nutzten amerikanische Truppen die Gebäude als Lazarett. Die Armee verlieà das Gelände 1988.
Heute wird das Gelände langsam von der Vegetation zurückerobert. Auch urbane Entdecker und Graffiti-Künstler haben ihre Spuren hinterlassen und das verlassene Fort de la Chartreuse in eine sich ständig verändernde Street-Art-Galerie verwandelt.
Fort Eben-Emael
Kurzmitteilung
Ausgestattet mit mehreren Geschütztürmen, Kasematten, über fünf Kilometern unterirdischer GƤnge, mehr als 1.200 belgischen Soldaten und einem oberirdischen Dach von fast einem halben Quadratkilometer galt Eben-Emael als die bis dahin grƶĆte Einzelfestung der Welt. Eben-Emael gehƶrte im zweiten Weltkrieg zum erweiterten Festungsring rund um Lüttich. Sie war die belgische Antwort auf die Erfahrungen des Ersten Weltkriegs, eines DurchstoĆens Belgiens durch deutsche Truppen mit dem Ziel Frankreich und ergƤnzte so auch die franzƶsische Maginot-Linie.
Das Fort wurde am 10. und 11. Mai 1940 im Zuge des Westfeldzuges von einem deutschen Kommando, gelandet mit Lastenseglern, mittels neuartiger Hohlladungen der deutschen Luftlande-Pioniere erobert und anschlieĆend eingenommen. Der Kampf war ein entscheidender Sieg für die deutschen Truppen. Die Luftlandetruppen erlitten zwar Verluste, es gelang aber, die Brücken bis zur Ankunft der deutschen KrƤfte zu halten. Der Besitz des Forts trug maĆgeblich zum Erfolg des Westfeldzugs bei. Seit 1999 ist Eben-Emael ein Museum und zeigt gelebte Geschichte. Mehr Informationen unter: Fort Eben-Emael
Siehe auch:
Juist
Kurzmitteilung
Haus des Landwirten und JƤgers
Kurzmitteilung
Seit Jahren steht dieses nette Schmuckstück schon leer. Der einstige Besitzer lebt noch, wohnt aber nicht mehr dort, weil er das Gehƶft aus Altersgründen nicht mehr bewirtschaften kann. Allerdings schaut er immer noch in regelmƤĆigen AbstƤnden nach dem Rechten. Seine Leidenschaft zur Jagd hat er auch im hohen Alter nicht verloren, die LƤndereien wurde bereits vor Jahren anderweitig verpachtet. Er gibt die Hoffnung nicht auf, dass irgendwann jemand sein Anwesen kauft … die Hoffnung stirbt zuletzt.
Haus der 10 Zimmer
Kurzmitteilung
Leider gibt es über dieses GebƤude bzw. die Villa überhaupt keine Informationen. Zuletzt diente das Haus als Flüchtlingsunterkunft und konnte, dank der groĆen Anzahl an Zimmern, für Familien genutzt werden. Seit ca. 2017 steht dieses GebƤude nun leer und wartet auf eine neue Bestimmung. Lt. BebauungsplƤnen gilt das Haus als sehr erhaltenswert und soll daher nicht abgerissen werden.
PreuĆisches AmtsgerichtsgefƤngnisĀ
Kurzmitteilung
1899 wurde mit dem Bau des GefƤngnisses und des dazugehƶrigen Amtsgerichtes begonnen. Die alten GebƤude waren einfach zu klein geworden. – Es ist eine bedrückende AtmosphƤre. Kaum vorstellbar, wie die HƤftlinge in diesen kleinen GefƤngniszellen ohne Heizung leben konnten. Als Toilette diente ein einfacher Metalleimer. Die Abdrücke der Eimer sind noch heute im Boden erkennbar. An den WƤnden befinden sich Kritzeleien. Dicke Holztüren, krƤftige Schlƶsser, enge Zellen, dunkle GƤnge und rostige Gitter prƤgen diesen Ort.
Das Amtsgerichtsgefängnis hat eine sehr bewegende Situationen durchlebt. Im Mai 1933 übernahm die SA das Gefängnis. Sie nutzte es als zentrale Haft- und Folterstätte in Köpenick. Während dieser als Blutwoche bekannten Zeit wurden Kommunisten, Andersdenkende und Juden in den Backsteingemäuern misshandelt und ermordet. Nach dem 2. Weltkrieg nutzte die DDR das Gebäude zunächst als Männer- Jugendgefängnis und später als Untersuchungshaftanstalt. 1964 übernahm das Fernsehen der DDR den Zellenbau und brachte hier einen Kostümfundus mit Schneiderei unter. Seit den Achtzigern steht das Gebäude weitgehend leer.
Winter Wonderland Niederrhein
Kurzmitteilung
Hüttenwerk H.
Kurzmitteilung
Dieses Hüttenwerk wurde 1854 gegründet. Es war eines der traditionsreichsten Hüttenwerke des Ruhrgebietes, bekannt für die Edelstahlproduktion. Trotz wechselnder EigentumsverhƤltnisse blieb der Name des ursprünglichen Gründers bestehen. 150 Jahre lang wurden hier Eisen und Stahl erzeugt, gegossen, geschmiedet und gewalzt. Hier entstanden Schienen und RadsƤtze für die Eisenbahn, groĆe Schmiede- und Gussstücke, Turbinenwellen und Kernreaktoren, Panzerbleche und Granaten sowie Teile für die Weltraumindustrie. Ab 1987 wurde das Hüttenwerk in mehreren Etappen stillgelegt (1987 Hochofen 2 und 3 sowie das Walzwerk, 1993 Stahlwerk, 2003 Schmiede).
Château de la Fenderie
Kurzmitteilung
Dieses im 17. Jahrhundert erbaute historische Schloss hat eine prestigetrƤchtige Vergangenheit. Das Schloss selbst gehƶrte einst einer Kaufmannfamilie und diente lange Zeit als Wohnhaus. Ein Metallunternehmen übernahm das Schloss und erweitere es um die anliegenden GebƤude. Hier wurden mehr als 400 Jahre groĆe Metallbleche in kleinere, handliche Stücke gesƤgt bzw. gespalten, daher auch der Name āLa Fenderie“. Von 1897 bis 1969 wurde der Betrieb Zinkwalzwerk genutzt.