Verborgene Orte im Flughafen Berlin-Tempelhof

Um den Flughafen Berlin-Tempelhof ranken sich zahlreiche Gerüchte und Geschichten und lassen daher viel Platz für Fantasien. Unter dem Hangar des Flughafens verläuft eine riesige Tunnelröhre. Hier montierte die Wehrmacht im Dritten Reich, unter der Nutzung von Zwangsarbeitern, tausende Jagdflugzeuge des Typs JU-87, besser bekannt als „Stuka“. Ebenso finden sich auf dem Gelände zahlreiche Luftschutzräume, in der die damaligen Mitarbeiter und ihre Familien in Bombennächten Schutz suchen konnten. Besonders gut erhalten sind die originalen Wandmalereien von Wilhelm Busch. Diese sollten den Kindern die Bombennächte erträglicher machen.

Das Highlight ist allerdings der russgeschwärzte Filmbunker. Damals galt der Bunker als einer der modernsten und geheimsten im ganzen Reich. Leider ging er in den letzten Kriegstagen in Flammen auf und das Film- und Fotomaterial wurde komplett zerstört. Was auf den Bildern zu sehen war konnte nie herausgefunden werden und gibt zahlreiche Rätsel auf.

Aber auch die jüngere Geschichte spiegelt sich in den Katakomben des Flughafens wieder. Während er amerikanischen Besetzung des Zentralflughafens Berlin-Tempelhof waren an diesem Ort bis zu 1500 Soldaten stationiert. So finden sich auch heute noch hier Dinge des alltäglichen Bedarfs wie z.B. die Sporthalle des damaligen Baketballteams „Berlin Braves“. 

Siehe auch: Flughafen Berlin-Tempelhof

Fort de Tancrémont

Dieses sehr gut erhaltene Anlage wurde im Jahre 1936 erbaut und war das kleinste der Forts des erweiterten Festungsringes rund um Lüttich. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Anlage wegen des bei Eben-Emael erfolgreich verlaufenden deutschen Angriffes nicht mehr weiter behelligt, konnte sich daher bis zum 29. Mai 1940 gegen die deutsche Wehrmacht behaupten und ging als das „Fort, dass sich nicht ergeben wollte“ in die Geschichtsbücher ein.

Die Festung, die übrigens in einem sehr guten Zustand ist, hat die Form eines Vierecks und unterhielt damals für die Hauptbewaffnung 2 x 2 Kanonen 75 mm, 3 Mörser 81 mm (Typ Miss 32 Maginot), 4 Panzerabwehrkanonen 47 mm und 37 Maschinengewehre. Insgesamt ist die Festung fast 2km lang und knapp 30m tief.

Das Fort wir von einem kleinen Verein gepflegt und ist zwischen Mai – Oktober jeweils am 1. Sonntag des Monats zwischen 13:00-17:00Uhr zu besichtigen. Nähere Einzelheiten erhaltet ihr unter: http://www.fort-de-tancremont.be/contact-nl.html

Old Theletra

Über eine schmale Passstraße erreiche ich den zypriotischen Ort „Old Theletra“. Nach einem schweren Erdbeben und dem anschließenden Erdrutsch, musste das kleine Bergdorf 1980 auf Anraten der Geologen aufgegeben werden.

Während sich die meisten Bewohner auf einem höher gelegenen Hügel des heutigen „New Theletra“ niederließen, weigern sich einige bis heute, ihre Häuser aufzugeben und sind in „Old Theletra“ geblieben. Die Häuser wurden renoviert und liegen inmitten der Ruinen des Dorfes.

Siehe auch:

Nikosia – Die letzte geteilte Hauptstadt der Welt, Zypern, Agios Sozomenos, The „sunken“ church – Die versunkene Kirche, Strandbar

Strandbar

Zufallsfund auf Zypern an einem wunderschönen Strandabschnitt mit einem genialen Ausblick aufs Meer. Weitere Informationen konnte ich leider keine bekommen, aber schade um diese schöne Location.

Siehe auch:

Nikosia – Die letzte geteilte Hauptstadt der Welt, Zypern, Agios Sozomenos, The „sunken“ church – Die versunkene Kirche, Old Theletra

Agios Sozomenos

Agios Sozomenos war eine kleines Dorf in dem früher griechische und türkische Zyprioten nebeneinander existierten. Das ruhige Dorfleben fand 1974 ein jähes Ende, als der Streit zwischen den Griechen und Türken eskalierte … dies führte letztendlich zur Zerstörung des Dorfes.

Besonders beeindruckend sind die Überreste der aus Lehmziegeln gebauten Häuser. Sie wirken viel älter, als sie tatsächlich sind. Eines der eindrucksvollsten Gebäude in der Nähe ist ohne Zweifel die zerstörte gotische Kirche Agios Mamas, aus dem 16ten Jahrhundert, mit seinen imposanten Bögen.

Siehe auch:

Zypern, The „sunken“ church – Die versunkene Kirche, Old Theletra, Strandbar, Nikosia – Die letzte geteilte Hauptstadt der Welt

The „sunken“ church – Die versunkene Kirche

Die Kirche (erbaut 1936), von der nur der Glockenturm aufbewahrt wurde, erinnerte daran, dass hier einmal ein Dorf existierte.

Das einstige Dorf, welches im 17. Jahrhundert entstand, musste 1989 dem Bau eines Staudamms weichen und wurde darin versenkt. Die bis dato 232 Einwohner wurden an einen anderen Platz umgesiedelt. Je nachdem wie niedrig der Wasserstand ist, kommt das Gebetshaus zum Vorschein.

Siehe auch:

Nikosia – Die letzte geteilte Hauptstadt der Welt, Zypern, Agios Sozomenos, Strandbar, Old Theletra

Krankenstation „Schwere Innere“

Diese leerstehende Station war ein Teilbereich der ehemaligen Provinzial-Irrenheilanstalt, die 1906 erbaut wurde. Besonders auffallend ist, dass das gesamte Klinikgelände parkähnlich mit Häusern angelegt wurde und dadurch keine typischen Krankenstationen vorzufinden sind.

Die Klinik konzentrierte sich in diesem Haus auf die fachgerechte Behandlung psychisch kranker Frauen, der sogenannten „Schweren Inneren“. Nun steht das denkmalgeschützte Gebäude seit mehr als 12 Jahren leer und soll im Zuge einer neuen Wohnraumbebauung verkauft und umgebaut werden.

Siehe auch:

Ehemalige Arztvilla

Fort Hommet

Das Fort Hommet auf der Kanalinsel Guernsey, ist die Ruine eines Küstenforts auf der Landzunge der Gemeinde Castel. Bereits 1680 wurde die Festungsanlage erbaut und über die Jahrhunderte u.a. in der viktorianischen Zeit stetig erweitert. Der Martello-Turm wurde 1804, nach dem Beginn der Koalitionskriege erbaut

Im 2. Weltkrieg ergänzte die deutsche Wehrmacht das Fort, rund um den Martello-Turm, um diverse Bunker und Kasematten. U.a. entstanden hier Stahlkuppeln mit vielen Schießscharten sowie Suchscheinwerfern (von 60 cm, bzw. 150 cm Durchmesser) und 10,5-Zentimeter-K331 – Geschützen. Ein verstärkter Feldnachrichtenstand, ein festungsartiger Unterstand, ein Minenfeld, Feldstellungen mit Gräben und Maschinengewehrgräben, Flammenwerfern und Stacheldrahtverhaue machten die Verteidigungsanlagen des Stützpunktes komplett.

Siehe auch:

German Underground Hospital, Candie Road Cemetery mit Victoria Tower, Kanalinsel GuernseyClarence BatterieGarnisonsfriedhof Fort George

Fotos zeigen Schönheit des Verfalls

03. Mai 2019

Die WAZ berichtet über die 8. urbEXPO im leerstehenden Keller der Schlegel Brauerei in Bochum.

Christuskirche Bochum: urbEXPO 8 – Vielfalt des Verfalls

01. Mai 2019

Artikel auf der Homepage der Christuskirche Bochum zur diesjährigen Vernissage der Fotografie-Ausstellung urbEXPO 8 im Schlegel-Haus.