Batterie Moltke

In den Jahren der Besetzung auf Jersey durch die deutsche Wehrmacht wurde auch die Batterie Moltke entwickelt. Sie ist war die Einzige auf den Kanalinseln, die nach Festungsstandards gebaut wurde. Ihren Namen erhielt sie zu Ehren von Helmuth Johann Ludwig von Moltke, der von 1906 bis 1914 Chef des deutschen Generalstabs war. 

Die Stellung bestand damals aus vier 15,5cm K418 (f) Kanonenlager und dazugehörigen unterirdischen Passagen. Eine einzige Kanone wurde bis dato restauriert, die anderen wurden zerstört und liegen teilweise auf dem Gelände verteilt. Im Zuge von Modernisierungsmaßnahmen sollten auch noch 15 cm SK C / 28 Geschütze platziert werden, aber sie wurden nie installiert, da die Krupp-Fabriken 1942/43 von alliierten Luftangriffen stark bombardiert wurden und die Produktionslinien für diese Geschütze zerstört wurden.

Batterie Lothringen

Die Batterie Lothringen mit dem dazu gehörenden Marine-Peilstand 1 ist am südwestlichen Zipfel Jerseys am Noirmont Point zu finden und bewachte ca. 1/4 der Insel. Sie wurde, wie alle insgesamt 8 Batterien und den zugehörigen Marine-Peilstände, in den Jahren der Besatzung durch die deutsche Wehrmacht eingerichtet. Der zwei Stockwerke hohe Leitstand (M-132 Command Bunker) der Stellung ist einer von vier Bunkern, die in ähnlicher Ausstattung auf den Kanalinseln errichtet wurden, und der einzige Erhaltene. Der Bunker war mit einem Entfernungsmesser und zwei Periskopen ausgestattet, um die Entfernung und Geschwindigkeit von Seezielen messen zu können.

Erbaut wurde sie, wie alle anderen deutschen Weltkriegs-Bauten auf Jersey, von der Organisation Todt. Die Stellung war ein Teil des Atlantikwalls System von Küstenbefestigungen, hier war die 3. Batterie des Marineartilleriebataillon 604 stationiert. Die wichtigsten Waffen in der Batterie waren drei 15 cm SK L / 45 Schiffsgeschütze und einem 15 cm SK L / 45.

Nach der Befreiung 1945 wurden die Geschütze von der britischen Armee entfernt und am Fuße der Klippen von Les Landes, in St Ouen verworfen. Bei Lothringen handelt es sich um die wohl besterhaltene und teilweise sehr gut restaurierte derartige Anlage auf Jersey. Sie steht jederzeit offen und kann von Besuchern erkundet werden.