Street Art & Graffiti round the world

Und wieder ist ein Jahr vorbei und wieder wurde meine Street Art & Graffiti Sammlung erweitert. Besonders hervorheben möchte ich dabei die 3D-Zeichnung von Edgar Müller, der in meiner Heimatstadt unsere Fußgängerzone verschönert hat. Eine Augenweide auch der der Bauzaun in Puzzleform, der in St. Hellier auf Jersey auch die hässlichste Baustelle zu einer Augenweide werden lässt. Zwei Schnappschüsse aus „Down Under“ hat zudem Sandra Kunschke, auf ihrer Reise durch Australien, beigetragen.

Street Art & Graffiti the next one

Man man man – was sich so alles ansammelt in einem Jahr, unglaublich! Es scheint fast so, als könnte ich nun jährlich ein Album der schönsten und schrillsten Graffitis und Street Art, die ich während meiner Reisen entdeckt habe, erstellen  😀

Viel Spaß!

Villa Winter – reloaded

Ein recht mysteriöser Ort befindet sich an der Westküste von Fuerteventura, die Villa Winter (span. Casa Winter). Um dieses Anwesen gibt es jede Menge Gerüchte und Mysterien, aber ob diese stimmen bleibt einmal dahin gestellt. Das 1946 errichtete Haus besteht aus zwei Stockwerken, einem Turm in nordöstlicher Richtung und einer teilweise verschlossenen Unterkellerung. In manchen Reiseführern wird es auch als „Feriendomizil eines deutschen Generals“ erwähnt.

Die gängigen Spekulationen über die Aufgaben des Gustav Winter und die Funktion der Finca in Cofete sind:

  • Errichtung eines geheimen U-Boot-Hafens während des Zweiten Weltkrieges
  • Vorübergehende Unterbringung von Nazigrößen und deren Transport nach Südamerika zum Ende bzw. nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges

Lange stand diese Villa leer, doch seit einiger Zeit finden Baumassnahmen statt und es wird versucht die Villa zu retten.

Eine gute Freundin hat mir aktuelle Fotos (Juli 2015) aus der Villa selber zugesandt und stellt sie mir zur Verfügung, vielen Dank Gaby!  😎

 

Casa de los Coroneles

Jeder der schon einmal Urlaub auf Fuerteventura gemacht hat kennt das bekannte Anwesen „Casa de los Coroneles“. Das Gebäude wurde Mitte des 17. Jahrhunderts im typisch spanischen Kolonialstil errichtet. Es diente den militärischen Oberbefehlshabern von La Oliva als Wohn- und Regierungssitz. Der Herrensitz wurde im Laufe der folgenden Jahrhunderte kontinuierliche ausgebaut und formte sich schließlich zum größten Gutshof des gesamten Archipels. Es ist seit 2006 zu einem Kulturzentrum mit Museum und historischem Archiv geworden. 

Während das Landgut sich vor Besuchern kaum retten kann, liegen die angrenzenden Bauten (Getreidespeicher, Ställe, Lagerräume und die Küche) weiterhin brach und verrotten. In südländischen Gefilden mahlen die Mühlen halt etwas langsamer …  😉

 

 

Casa del Inglés

Die Casa del Inglés in La Oliva (Fuerteventura) ist ein Gebäude aus dem 18. Jahrhundert. Das zweistöckige Haus wurde von Julián Leal Sicilia aus La Palma erbaut und später von einem englischen Naturforscher erworben – dadurch erhielt das Haus den eigentlichen Namen „Das Haus des Engländers“. Nach dem spanischen Bürgerkrieg wurde das Haus lange von der Armee besetzt. Infanterie und Pflegedienst wurden dort stationiert. 

Seit 2005 steht das Haus unter Denkmalschutz , doch da bis jetzt alle Bemühungen der Inselregierung scheiterten das Haus zu erwerben (es befindet sich immer noch im Privatbesitz), verfällt es leider weiter zusehends.

Verlassenes kanarisches Wohnhaus

Wie überall auf den Kanaren stehen unendlich viele Häuser leer. Entweder sind die Besitzer unbekannt verzogen oder verstorben. So ist es auch wohl auch mit diesem Haus auf Fuerteventura. Bedingt durch die recht trockene Luft verfällt das Haus nur sehr langsam. Außer Vögeln und anderem Krabbelviehzeug findet man nur wenig Hinweise auf die ehemaligen Bewohner.

 

Convento de San Buenaventura

Am nördlichen Ortsrand Betancurias steht die Ruine des ehemaligen Franziskanerklosters Convento de San Buenaventura. Unter den normannischen Eroberern befanden sich sieben Mönche, welche 1416 mit dem Bau des ersten Klosters der Kanarischen Inseln begonnen. Von diesem Punkt aus fand schließlich die Bekehrung des Großteils der Altkanarier zum Christentum statt. 1460 wurde das Kloster ausgebaut. 

Beim Piratenangriff 1593 wurde das Kloster ebenso gebrandschatzt, wie weite Teile der Stadt. 1836 wurde die Anlage endgültig zerstört, nachdem alle Klöster Spaniens im Zuge der Säkularisierung aufgelöst wurden. Einzig ein Portal mit Spitzbogen, Rundbögen, einige Außenmauern und die Grabplatte vor dem Altarraum blieben vom ursprünglichen gotischen Bau erhalten. Besonders erwähnenswert ist die Tatsache, dass dieser Ort nicht von Graffitis beschmutzt ist, denn die Dorfbewohner hüten diese Klosterruine wie ein rohes Ei 😉

Der verlassene Ziegenhof

Fürwahr gibt es auf Fuerteventura mehr Ziegen wie Einwohner und viele züchten auch Ziegen. Aber in den letzten Jahren zieht es die Züchter zurück  in die Stadt und sie überlassen die Tiere sich selber. Nur geschützt durch Wachhunde fristen sie ein eher trostloses Dasein zwischen Müll, Unrat, verlassenen Häusern, Geröll und wenig Futter. Ein Verwesungsgeruch liegt in der Luft, denn nur die stärksten Tiere kommen durch und sind in der Lage sich in der Umgebung ein bisschen Futter zu suchen.

Fuerteventura

Und immer wieder kehre ich hierhin zurück: Fuerteventura! Fuerte ist eine der Kanarischen Inseln im Atlantischen Ozean. Mit einer Fläche von 1659,74 Quadratkilometern hat sie einen Anteil von 22,15% an der gesamten Landfläche der Kanaren, damit ist sie nach Teneriffa die zweitgrößte Insel des Archipels.

Die Insel besitzt aber ganz besondere Faszinationen: Kleine verstreute Dörfer, grandiose Bergzüge, einsame Landschaften und mehr Ziegen als Einwohner. Die scheinbar endlosen goldgelben Sandstrände sind das Markenzeichen Fuerteventuras. Fuerteventura ist ohne Zweifel die wildeste und unberührteste Insel der Kanaren. Die Insel der Stille spaltet die Gemüter. Es heißt, nach Fuerteventura kommt man einmal und nie wieder oder immer wieder.