Street Art & Graffiti round the world part 2

Sodele, jährlich grüßt das Murmeltier. Auch in diesem Jahr habe ich meine Street Art & Graffiti Sammlung erweitert. Highlights in diesem Jahr mit Sicherheit die große Sammlung des belgischen Graffiti-Künstlers ROA. Nicht zu verachten auch die tollen Bilder von NORM, Daniel Lisson und SeMor – alle Künstler beweisen, dass Graffiti richtig tolle Kunst sein kann.

Cemetery of the Insane – Der Friedhof der Verrückten

Gehört hatte ich schon oft von diesem seltsamen Ort und konnte mir nicht wirklich vorstellen wie gruselig er in Wirklichkeit sein würde. In einer belgischen Kleinstadt finde ich ihn endlich, den „Cemetery of the Insane“ oder auch besser bekannt als „Der Friedhof der Verrückten“. Einst gehörte er zu einer psychiatrischen Klinik.

Ab 1921 wurden hier vermeidlich psychisch Kranke aufgenommen, die in der Familie nicht erwünscht oder alleine waren. Oftmals lebten die, ausschließlich männlichen Patienten, bis zu ihrem Tode in der Klinik. Nur wenige Gräber zeigen Anzeichnen dafür, dass Verwandte noch die Gräber besuchen.

Zwischen 1921 bis zur Schließung der Klinik im Jahre 1981 wurden ca. 1750 Tote auf dem Friedhof beerdigt. Heute ist die Psychiatrie nicht mehr vorhanden. Die Ruhestätte ist inzwischen der Natur- und Waldbehörde unterstellt und Teil eines Naturparks. Er wird von der Behörde weitestgehend sich selbst überlassen, wodurch sich die ursprüngliche Vegetation allmählich wieder ausbreitet und die Rasenflächen durchdringt.

La Textile de Pepinster

Ein weiteres Beispiel der längst verstorbenen Textilindustrie in Belgien. Die 1838 erbaute Spinnerei (mit eigener Dampfmaschine) entstand in der Blütezeit der Textilindustrie und galt zu diesem Zeitpunkt als eine der größten ihrer Art. 1881 kam eine Kammgarnfabrik hinzu, und ab 1902 wurde die Elektrizität genutzt. 1939 wurde das Areal durch einen Brand zerstört und, bedingt durch den Zweiten Weltkrieg, erst 1946 wieder errichtet.

1962 wurde die Fabrik mit dem gesamten Gelände von einem deutschen Industriellen übernommen, aber 1976 endgültig stillgelegt. Danach zogen hier diverse Kleinbetriebe ein. Ein Großteil der Hallen wurde 2012 abgerissen. Lediglich die tolle Fassade steht unter Denkmalschutz.