HMS Crested Eagle

Überreste der HMS Crested Eagle (erbaut 1925) einem ehemaligem Raddampfer, der im zweiten Weltkrieg als Minensuchboot eingesetzt wurde. Bei der Schlacht um Dünkirchen (26. Mai bis 4. Juni 1940) wurde das Schiff, wie zahlreiche andere auch, zur Evakuierung von britischen und französischen Soldaten eingesetzt. Unter dem Codenamen „Operation Dynamo“ wurden über 338.226 Soldaten gerettet, als die deutsche Wehrmacht die Hafenstadt eingekesselt hatte. Genau in dieser Phase wurde die Crested Eagle von einem gegnerischen Geschoss getroffen und sank.

Siedlung der Notfallhäuser

Gezeigt wird hier eine kleine Siedlung in einer Kreisstadt. Hierbei handelt es sich um eine Ansammlung von Nothäusern, die 1934 erbaut wurden. Damals herrschte eine große Wohnungsnot und mit der Errichtung von Not- und Behelfswohnungen sollten Familien eine kostengünstige Wohnmöglichkeit ermöglicht werden. In den dazugehörigen Gärten konnten die Mieter Obst und Gemüse für den täglichen Bedarf selbst anzubauen. Die kleinen Häuser sind in einem teilweisen sehr schlechten Zustand. Manche stehen bereits seit Jahren leer, es bröckelt der Putz von den Wänden oder die Farbe blättert ab.

2015 wollte der Eigentümer des Geländes die Siedlung abreißen lassen. Doch mit Hilfe des Vereins für Heimatpflege konnte dies verhindert werden und die Siedlung wurde unter Denkmalschutz gestellt. Was in Zukunft mit der kleinen Siedlung geschehen wird ist bis dato völlig offen. 

Bahnbetriebswerk L.

Die Reste des hier gezeigten Bahnbetriebswerkes stammen aus dem Jahr 1916, der dazugehörige Bahnhof wurde bereits 1841 eröffnet. Zu den Aufgaben eines Betriebswerkes gehören u.a. die Wartung und Reparatur der genutzten Lokomotiven. Ende 1994 wurde das Werk stillgelegt und aufgegeben.

Nach der Stilllegung wurde ein Großteil der Anlage demontiert und fand in anderen Betriebswerken einen neuen Nutzen. Seitdem verfällt das Gelände und mit ihm die Gebäude. Die beiden Wassertürme, die bereits von Weitem zu sehen sind, stehen unter Denkmalschutz, aber auch diese leiden zusehends unter dem Verfall. Insgesamt ist das Bahnbetriebswerk, nach einem Brand in Jahre 2014, in einem sehr schlechten Zustand. 

Giant Machines

Die beiden hier gezeigten Großmaschinen, der Schaufelradbagger und der Absetzer (oder auch Bandabwurfgerät genannt) , stammen aus  der Hochzeit des Braunkohletageabbaus im Osten der Republik. Vor vielen Jahren wurden sie still gelegt nachdem ihre Dienste nicht mehr benötigt wurden.

Trinitatiskirche

Nicht richtig lost, aber ein Gebäude mit Geschichte. Die Trinitatiskirche ist ein als Ruine erhaltenes Kirchengebäude in Dresden. Die Kirche wurden von 1888 – 1893 erbaut und war die Heimat der Trinitatisgemeinde. Bei der Bombardierung Dresdens im Februar 1945 brannte das Kirchenschiff völlig aus. Der Dachstuhl und die Innenausstattung wurden vollständig zerstört. Nur der Turm samt Geläut wurde wenig beschädigt. Nach vielen Jahren Kampf und Mühen wurde die Kirche enttrümmert und teilweise wieder hergestellt. Heute finden in der Ruine gelegentlich Messen, Konzerte und andere Veranstaltungen statt.

 

Lützerath – Der letzte Kampf

Wie ihre beiden Nachbargemeinden Immerath und Borschemich wird auch Lützerath bis Ende 2020 dem Erdboden gleichgemacht und muss dem Tagebau Garzweiler II weichen. Die Umsiedlung zu Gunsten des Kohleabbaus begann 2006 und galt 2019 als abgeschlossen. Zwar ist Lützerath ein einwohnermäßig (105 Einwohner im Jahr 1970) kleines Dorf, blickte aber auf eine lange Geschichte zurück. 1168 wurde die Ortschaft erstmals urkundlich als Lutzelenrode erwähnt.

Drei große Höfe fallen dem Betrachter dabei besonders ins Auge. Der Neuwerker- oder Paulshof aus dem Jahre 1168, der Duissener-, Mönchs- oder Wachtmeisterhof aus dem Jahre 1265 und der Junkershof bilden das Zentrum des Dorfes und werden, genau wie die restlichen Gebäude, bald von der Landkarte verschwunden sein.

Wer mehr Informationen über den Tagebau Garzweiler, seine Dörfer und Geschichten erfahren möchte, sollte unbedingt HIER klicken! Der Fotograf Arne Müseler begleitet Garzweiler als Fotoprojekt bis zum bitteren Ende! 

Siehe auch:

Borschemich – Eine Geisterstadt inmitten des Tageabbaus, Der letzte Auftritt von St. Martinus, Die letzte „Ruhestätte“ in einem Abbaugebiet, Pfarrkirche St. Lambertus – Der Tod eines Gotteshauses, Immerath – Ein Dorf stirbt, Gärtnerei Coenen, Braunkohletageabbau Pesch, Borschemich – Die Tage sind gezählt

Atlantikwall auf Guernsey

Im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Ländern entpuppen sich die Kanalinseln förmlich als Kleinod für Festungsliebhaber und Interessenten des 2. Weltkrieges. Durch die Besetzung der deutschen Wehrmacht von 1940 – 1945 wurden hier zahlreiche Bauten errichtet bzw. umgebaut, denn die Kanalinseln galten als strategische wichtige Stellung im dritten Reich.

Da die Deutschen glaubten bis spätestens Herbst 1940 in das Vereinigte Königreich einzudringen, beschlossen sie, die Ausgaben für die Verteidigung der Inseln möglichst gering zu halten. Anfangs bauten die Deutschen nur feldmässige Anlagen, später erfolgte die Errichtung von großen Verteidigungsanlagen. Guernsey erhielt dabei eine Sonderbehandlung, hier wurden die größten Artilleriegeschütze auf den Kanalinseln sowie extremst viele Panzer und mehr als 12.000 Soldaten wurden hier stationiert. Einige Festungen auf Guernsey habe ich euch bereits gezeigt, nun gibt es einen fotografischen Querschnitt der unzähliger Bauwerke. Einige sind mittlerweile öffentlich zugänglich, andere werden anderweitige verwendet und wieder andere warten einfach darauf entdeckt zu werden.

Siehe auch:

Atlantikwall auf Jersey, Batterie DollmannFort HommetClarence BatterieCandie Road Cemetery mit Victoria Tower, Kanalinsel GuernseyGerman Underground Hospital, Garnisonsfriedhof Fort George

Batterie Dollmann

Die Batterie Dollmann wurde 1941 von der deutschen Wehrmacht in Betrieb genommen und diente hauptsächlich dem Küstenschutz auf Guernsey. Den Namen erhielt die Küstenartillerie Batterie zu Ehren des damaligen Generaloberst Friedrich Dollmann, der maßgeblichen Anteil an der Abwehr der anglo-amerikanischen Landung in der Normandie im Juni 1944 hatte. 

Die Bewaffnung der Batterie enthielt vier 22xm K532 (f) Kanonen mit einer Reichweite von 22 km. Die Besatzung sowie die Munition wurden in Bunkern in der Nähe untergebracht. Die Batterie, die zunächst als eine vorübergehende Verstärkung gedacht war, blieb während des ganzen 2. Weltkrieges in Betrieb. Die Batterie Dollmann wird seit 1997 restauriert und gilt als die letzte ihrer Art in Europa.

Siehe auch:

Fort HommetClarence BatterieCandie Road Cemetery mit Victoria Tower, Kanalinsel GuernseyGerman Underground Hospital, Garnisonsfriedhof Fort George, Atlantikwall Guernsey

Wohnhaus des Textilgroßhandels N.

Letztens habe ich den Textilgroßhandel N. besucht und die Fotos hierzu veröffentlicht. Zu diesem großen Anwesen gehörte auch noch ein Mehrfamilienhaus samt Keller und Dachboden … Eine wahre Zeitreise 🙂

P.S. Mittlerweile wurde der gezeigte Standort abgerissen und zur Zeit entstehen hier zwei Häuser mit 17 barrierefreien Wohnungen.

Siehe auch: Textilgroßhandel N.

Textilgroßhandel N.

Der hier gezeigte Textilgroßhandel, ein Familienunternehmen, wurde 1949 gegründet und prägte lange Zeit das Stadtbild. Viele Jahre wurden hier erfolgreich Damen-, Herren- und Kindermoden vertrieben. Leider blieb die Suche nach einem potentiellen Nachfolger erfolglos. Im Jahre 2009 entschloss man sich daher die Waren abzuverkaufen und das Geschäft für immer zu schließen. Mittlerweile wurde der gezeigte Standort abgerissen und zur Zeit entstehen hier zwei Häuser mit 17 barrierefreien Wohnungen.

Siehe auch: Wohnhaus des Textilgroßhandels N.