Autobahnpolizeiwache

RUMS! Da ist es passiert! Nach über 40 Jahren wird die Autobahnpolizeiwache an der A 61 abgerissen. Zu alt und zu marode ist das Gebäude. An derselben Stelle entsteht eine neue Wache, die nach jetzigem Planungsstand Ende 2015 bzw. Anfang 2016 bezugsfertig sein soll.

Ich hatte nur wenig Zeit ein paar Erinnerungsfotos zu schießen, denn zu schnell wurde das Gebäude abgesperrt und vom Bagger zerstört… daher auch leider keine Innenaufnahmen.  🙁

Bergberufsschule der Zeche Z.

Viele Jahre diente die Bergberufsschule der Ausbildung der Berglehrlinge. Insgesamt beinhaltete der Bau, inmitten eines kleinen Wäldchens, vier Klassenzimmer, zwei Tischtennisräume und eine große Turnhalle mit Schwingboden. Zu ihren Glanzzeiten beherbergte die Ausbildungsstätte sogar ein Schwimmbad. In dem sechseinhalb mal 14 Meter großen Becken tummelten sich nicht nur die Berglehrlinge, sondern auch die die Kinder der ganzen Zechensiedlung (siehe dazugehöriges Album).

Das Erscheinungsbild der Gegenwart ist weit davon entfernt. Nicht, dass sich dem Betrachter eine Ruine präsentierte. Die Substanz ist offenbar nach wie vor kernig. Aber auch Verfallserscheinungen, hauptsächlich wohl mehr dem Zerstörungstrieb ungebetener Besucher zu verdanken, als dass der Zahn der Zeit genagt hätte, lassen sich nicht übersehen. Zwar sind die repräsentativen Bogenfenster untenherum mit metallenen Platten gesichert, aber nicht so weit, dass sich nicht Lücken finden ließen, um die Scheiben dennoch einzuschlagen. Schmierereien und Glasscherben überall.

Ehemalige Volksschule

Dieses Gebäude (gebaut in drei Epochen) in einer kleinen Kreisstadt stand schon viele Jahre leer, bevor es mir vor die Linse kam 😉  Ein Traum für jeden Fotografen, der hier gleich drei Bauepochen bewundern kann.

Viele Informationen gibt es zu dieser Schule leider nicht. Man vermutet, dass das Schulgebäude ca. Ende des 19. Jahrhunderts (1877 u.a.?) erbaut wurde. In mehreren Zeitphasen wurde der Gebäudekomplex (1870er, 1. Hälfte 20. Jahrhundert, 1950er/60er Jahre) umfassend erweitert. So findet man im 1. Teil des Komplexes sogar noch die alte Direktorenwohnung. Leider sind im Laufe der Jahre die oberen Etage völlig eingebrochen und befinden sich allesamt nun im Erdgeschoss 😉 Im zweiten Teil der Schule hat ein undichtes Dach und damit die Wassereinbrüche vieler Jahre für reichlich Schaden gesorgt. Der dritte Teil wurde bis vor wenigen Jahren noch als Handwerksraum benutzt.

Das Schulgebäude wurde nun ein einen Investor verkauft der, unter vielerlei Denkmalschutzauflagen, Luxuswohnungen dort bauen möchte.

Alter Bahnhof K.

Der Bahnhof K. wurde 1866 an der Bahnstrecke (Köln-Mönchengladbach)-Viersen-Venlo in Betrieb genommen und diente zunächst dem Personen- und Güterverkehr an in 2 Teilabschnitten eröffneter Strecke. Ein bei der Bahn relativ seltenes Gleisdreieck zum Wenden von Schlepptenderlokomotiven befand sich früher beim DB-Grenzbahnhof. Im Jahre 1868 wurde dann die Bahnstrecke K.-K. eröffnet (welche im Jahre 1999 stillgelegt und im Jahre 2002 abgebaut wurde).

Im Bahnhof K. zweigte nach Westen eine Kleinbahn ab. Sie diente überwiegend dem landwirtschaftlichen Güter- und Tonwarentransport. Personenverkehr gab es nur von 1904 bis 1920. In der Nachkriegszeit war diese Strecke Zufahrt zum Munitionsdepot Brüggen der Britischen Rheinarmee. Der Knotenpunkt K. wies neben dem Empfangsgebäude auch einen zweiständigen Lokschuppen auf. Beide Gebäude existieren noch. Das Empfangsgebäude wird heute von der Diskothek BaCa (für Bahnhofscafé) genutzt. Ältere Gebäude des Bahnhofes wie z.B. Verwaltunsgebäude /teilweise arbeiteten hier bis zu 80 Personen), eigene Tankstelle für die Kleinlok und Aufenthaltsräume werden seit Jahren nicht mehr genutzt und sind sich selber überlassen.

Elmpter Zollamt

Das alte Zollamt in Elmpt an der Roermonder Straße zwischen Deutschland und den Niederlanden.

In den 1970er Jahren hatte Elmpt das fünftgrößte Zollamt der Bundesrepublik. 1972 erreichte das Aufkommen 125 000 Lkw und eine Million Pkw – die Einnahmen aus Zöllen, Einfuhrumsatzsteuer und Verbrauchsteuer summierten sich auf fast 110 Millionen Mark. 54 Beamte taten in Spitzenzeiten Dienst. Sie entwickelten ein Verfahren zur schnelleren und weniger aufwendigen Zollabfertigung, das in Zollkreisen als „Elmpter Modell“ Anerkennung fand. In den 1960er Jahren wurde der Schlagbaum entfernt, ab 1993 wurden Reisende an der Grenze nicht mehr kontrolliert. Das Zollamt wurde überflüssig und 2002 endgültig aufgelöst.