Krankenstation „Schwere Innere“

Diese leerstehende Station war ein Teilbereich der ehemaligen Provinzial-Irrenheilanstalt, die 1906 erbaut wurde. Besonders auffallend ist, dass das gesamte Klinikgelände parkähnlich mit Häusern angelegt wurde und dadurch keine typischen Krankenstationen vorzufinden sind.

Die Klinik konzentrierte sich in diesem Haus auf die fachgerechte Behandlung psychisch kranker Frauen, der sogenannten „Schweren Inneren“. Nun steht das denkmalgeschützte Gebäude seit mehr als 12 Jahren leer und soll im Zuge einer neuen Wohnraumbebauung verkauft und umgebaut werden.

Siehe auch:

Ehemalige Arztvilla

German Underground Hospital

Das deutsche unterirdische Krankenhaus (Hohlgangsanlage 40) und das Munitionslager (Hohlgangsanlage 7) auf Guernsey bilden mit knapp 7000qm² eines der größten Bauwerke der Insel. Das Tunnellabyrinth wurde von 1940-1944 unterirdisch erbaut und erschien anfänglich nicht auf den deutschen Festungsbaukarten.

Nach der Fertigstellung bot das Krankenhaus Platz für 500 Patienten. Ebenso waren ein Operationssaal, ein Röntgenraum, eine Apotheke, ein Labor, das Personalquartier sowie Kino, Zentralheizungsanlage und Küche hier untergebracht. Insgesamt war das Krankenhaus nur drei Monate in Betrieb und zwar genau in der Zeit als die deutschen Opfer der D-Day-Invasion hier behandelt wurden. Obwohl ein Großteil der verbliebenen Geräte 1945 von den alliierten Streitkräften entfernt wurde, sind noch einige Reste des Krieges des Krankenhauses übrig geblieben, darunter Krankenhausbetten, Küchen- und Heizungsgeräte sowie deutsche Schilder. 

Siehe auch:

Candie Road Cemetery mit Victoria Tower, Kanalinsel GuernseyClarence BatterieGarnisonsfriedhof Fort George

Kent School (Teil 2)

Über die Geschichte der Kent School habe ich in meiner ersten Galerie schon ausführlich berichtet. Im Teil 2 beschäftige ich mich daher ausschließlich mit dem angrenzenden Kloster und der kleinen Kapelle des St. Josefsheims.

Wie ein Mahnmal steht die Kapelle heute noch an der Landstraße und erzählt doch eine bewegende Geschichte. Bereits 1912 wurde das Gotteshaus eingeweiht und war bis 1978 ständig in Betrieb. Von 1947 an der Pfarre St. Mariae Himmelfahrt sogar als Pfarrkirche gedient. Nach dem Bau einer neuen Kirche in Waldniel wurde die Kapelle 1978 entweiht. Leider wurde sie über die Jahre hinweg komplett leer geräumt, aber die wundervollen Wandmalereien und Fenster sind noch erhalten.

Kent School – Anstalt Waldniel-Hostert (Teil 1)

Wer noch mehr Informationen über die bewegende Geschichte der Kent School erfahren möchte findet diese auf folgender Seite: http://www.waldniel-hostert.de

Kent School (Teil 1)

Die heutige, bis weit über die Grenzen von NRW hinaus, bekannte „Kent School“ oder „Anstalt Waldniel-Hostert“ blickt auf eine sehr bewegende, teils unschöne Geschichte zurück. Erbaut 1913 wurde das damalige „St. Josefheim“ durch den Franziskanerorden als Heim für hilfsbedürftige Männer genutzt. Die Anlage bestand damals u.a. aus der heute noch vorhandene Kirche mit Verwaltungstrakt, Schule und zwei weiteren Gebäuden. Als ab 1934 die Nazis anfingen Kirchen und andere Glaubensgemeinschaften systematisch zu schwächen, mußte der Orden Konkurs anmelden und stellte seine Dienste ein.

In den Kriegswirren erlangte die „Provinzial Heil- und Pflegeanstalt Waldniel“ einen sehr zweifelhaften Ruf. In der Kinderfachabteilung Waldniel fanden sogenannte „Säuberungen“ an geistig behinderten Kindern und Jugendlichen statt. Später wurde auch ein Altersheim für Kranke mit Diagnosen wie Demenz, Verwirrtheit und Schizophrenie eingerichtet. Nach Ende des Krieges befand sich hier die Volksschule und ein Erziehungsheim. Anfang der 50er Jahre nutzte die britische Besatzungsmacht das Objekt als „British Military Hospital Hostert“. In dieser Zeit entstanden auch mehrere Anbauten mit Op-Räumen, Kreissaal etc. Den Namen „Kent School“ erhielt die Anlage 1963, als diese zur britischen Schule umfunktioniert und umgebaut wurde. Seit Abzug der Briten im Jahr 1991 stehen die meisten Gebäude leer und warten auf eine neue Nutzung.

Im ersten Teil der Fotoserie hier nun ein paar Impressionen des Schulgebäudes nebst Küche, Lazarett und Wohnräume.

Kent School – Anstalt Waldniel-Hostert (Teil 2)

Preventorium Dolhain

Dieser lost place ist in der Szene bekannt wie ein „bunter Hund“, aber genauso unspektakulär, hässlich und wirklich keine Reise wert.  🙁

Beim Preventorium Dolhain handelt es sich um ein 1955 eröffnetes TBC-Sanatorium in Belgien, welches schön am Stadtrand gelegen ist. Hier wurden meist Kinder mit TBC-Fällen zur Prävention untergebracht. Zu dieser Zeit hatte das Sanatorium bis zu 150 Belegbetten. Bedingt durch die weitgehende Eindämmung der Tuberkulose in den 80iger Jahren war der Betrieb nicht mehr rentabel, was letztlich zur Schließung der Einrichtung führte.

Danach wurde die Einrichtung eine Zeit lang als Wohnheim für Asylanten genutzt. Da das Gebäude komplett entkernt wurde, ist leider nichts mehr vom Interieur der Therapie-Einrichtungen zu erkennen … schöne Motive daher Fehlanzeige. Es gab zwar immer wieder Ideen den Komplex anderweitig zu nutzen, aber bis heute ist nichts geschehen.

 

Krankenhaus am Rande der Stadt

Wenige Wochen vor meinem Besuch war dieses Krankenhaus noch in Betrieb – nun hat es ausgedient. Leider waren die OP-Säle nicht zugänglich, da durch dicke Metalltüren verschlossen… dafür aber die Stationen und diese boten einen schönen Einblick in den Krankenhausalltag.

Ich muß allerdings zugeben, dass mir der Staub genauso wie die Spinnweben und abblätternde Farbe gefehlt haben. Der Charme eines richtigen Lost Place war noch nicht vorhanden 😉

 

Beelitz Heilstätten – Kesselhaus Nord

Die Beelitzer Heilstätten wurden natürlich über ein Heizkraftwerk versorgt. Von 1898 bis 1902 wurde der erste Teil fertiggestellt. Das Heizkraftwerk, bestehend aus zwei Heizhäusern, lieferte Strom für alle 64 Gebäude auf dem 200 Hektar großen Areal der Lungenheilstätten.

Die gesamte Heizkraftanlage bestand damals aus dem  Kesselhaus Nord, dem Kessel- und Maschinenhaus Süd, einem 44 m hohen Wasserturm, vier Pumpenhäusern und des dazugehörigen Gleisanschlusses. Bis 1975 war die Kraft-Wärme-Kopplung aktiv, danach wurde bloß noch Wärme erzeugt. 1994 wurde die Anlage stillgelegt und lediglich die Wasseraufbereitung weiter betrieben.

Weitere Fotos: 

Beelitz Heilstätten – Bäckerei

Beelitz Heilstätten – Männersanatorium

 

Beelitz Heilstätten – Männersanatorium

Die Heilstätten war eine von der Landesversicherungsanstalt Berlin errichteten Arbeiter-Lungenheilstätten mit einer Gesamtfläche von 200 Hektar und mehr als 60 Gebäuden. Erbaut wurde dieser riesige Komplex zwischen 1898 und 1930.

Die Bereiche waren nach Geschlechtern getrennt. So existierten westlich der Landstraße die Frauen-Heilstätten und -Sanatorien und östlich derselben die Männer-Heilstätten und -Sanatorien. Hinzu kamen diverse Betriebsgebäude wie z.B. Bäckerei, Metzgerei, Wäscherei, Heizkraftwerk und vieles mehr.

Bei den hier gezeigten Fotos handelt es sich um das Männersanatorium. Dieses wurde am 05. Mai 1902 eröffnet und zum ersten Mal belegt. Bei den Kurpatienten handelte es sich meist um arme einfache Arbeiter aus Berlin und Umgebung, die dort Tuberkulose auskurieren sollten. 

Beelitz Heilstätten – Bäckerei

Beelitz Heilstätten – Kesselhaus Nord

Beelitz Heilstätten – Bäckerei

Aus dem Jahre 1926 ist die Bäckerei auf dem Gelände der Beelitz Heilstätten. Zu Hochzeiten wurden im Jahr schätzungsweise 30.000 Brote und 1.000.000 Brötchen gebacken.

Beelitz Heilstätten – Kesselhaus Nord

Beelitz Heilstätten – Männersanatorium

 

Das Hilfskrankenhaus

Das Hilfskrankenhaus, welches ich hier besucht habe, war eines von etwa 160 Hilfskrankenhäusern in Deutschland. Es riecht fürchterlich nach Schimmel und es ist feucht, der Strom funktioniert teilweise noch. Aber es ist unheimlich, denn das Hilfskrankenhaus befindet sich unter der Erde.

Ursprünglich hatten hier fast 480 Patienten sowie 120 Personen vom Krankenhauspersonal Platz … genutzt wurde dieses Krankenhaus für den Ernstfall nie. Operationsräume, ein Entgiftungs- , ein Ambulanz- und ein Gipsraum sowie Röntgen-, Labor- und Sterilisierungsräume und eine Küche (1500 Mahlzeiten pro Tag) gehörten ebenfalls zum Krankenhaus. Über eine Notstromversorgung und einen Brunnen war eine autarke Versorgung für mind. 72 Std. sichergestellt.

Ende der 50iger Jahre beschloss die Bundesregierung, im Zuge des Kalten Krieges, Krankenhaus-Schutzräume und -Großschutzräume zu bauen. Diese sollten primär Patienten und Personal des jeweiligen Krankenhauses Schutz bieten. Selbst einem Atomangriff sollten die Krankenhäuser Stand halten … heute weiß man, dass sie so gut wie keinen Schutz geboten hätten. 

Mit der „Wende“ im Jahr 1989 und dem Ende des Kalten Krieges kündigte sich auch das Ende der Hilfskrankenhäuser in der BRD an. Sanitätsmaterialvorräte und Ausrüstungsgegenstände wurden im Rahmen zahlreicher humanitärer Hilfslieferungen in ausländische Notstandsgebiete abgegeben. Nun sind sie zwar größtenteils leer, aber viele Gemeinden wissen nicht, was sie mit den stabilen und kostenintensiven Bauten anfangen sollen.